Nostalgie pur: 25 Jahre Motorradmuseum Bottrop

Das "Kleine Motrorradmuseum Bottrop" feiert 25-jähriges Jubiläum

Nostalgie pur: 25 Jahre Motorradmuseum Bottrop

Von Carsten Koch

Wegen Corona kann das "Kleine Motorradmuseum" keine große Feier veranstalten. Zum 25-jährigen Jubiläum gab es stattdessen eine Ausfahrt mit historischen Knatterkisten durch Bottrop.

Es ist laut und es riecht nach Benzin. Fast alle Maschinen sind Modelle der Kultmarke NSU, die älteste ist fast 100 Jahre alt. Rund 30 Motorräder werden im Museum repariert, auf Vordermann gebracht und liebevoll gepflegt. Der bekannte Bottroper Addie Henkel, der im letzten Jahr verstorben ist, hat das "Kleine Motorradmuseum" 1995 gegründet.

Im Park der Villa Dickmann hatte er zunächst eine Garage angemietet, danach eine zweite und inzwischen ist das Gelände ein gemütlicher kleiner Rückzugsort mit Partyzone. Mitglieder, Freunde und Förderer treffen sich hier zum Plausch und zum Basteln.

Maschinen bleiben nicht selten liegen

Die regelmäßigen Ausfahrten mit den alten Schätzchen sind jedes Mal ein Abenteuer. Denn nicht selten bleibt eine der nostalgischen Maschinen unterwegs liegen, trotz aller Pflege. Für die Gruppe ist das aber kein Problem.

Das "Kleine Motrorradmuseum Bottrop" feiert 25-jähriges Jubiläum

Dann werden sie eben mit dem Transporter nach Hause geholt oder auch schon mal mit Seilen zurückgezogen. Dafür entschädigen aber die staunenden Blicke der Menschen am Straßenrand, wenn der Mini-Korso vorbeirollt.

Chef hat keinen Motorrad-Führerschein

Tillmann Henkel, der Sohn des Museumsgründers, hat die Leitung des Museums nach dem Tode seines Vaters übernommen. Und ausgerechnet er hatte bisher noch keine Gelegenheit, den Motorrad-Führerschein zu machen. Der 48-Jährige ist begeisterter Radfahrer und bei den Ausfahrten immer dabei - auf einem alten Fahrrad der Marke NSU natürlich.

Unter dem großen Jubel seiner Freunde hat er bei der Jubiläumsrunde aber versprochen: "Ich werde den Führerschein sobald wie möglich nachholen."

Stand: 06.09.2020, 16:07