Motiv für Irrfahrt durch Essen: Wut auf Bank

Großfahndung nach auffälligem Autofahrer

Motiv für Irrfahrt durch Essen: Wut auf Bank

  • Staatsanwaltschaft zu Motiv für Irrfahrt
  • 19-Jähriger sei in Bankfiliale abgewiesen worden
  • Fahrt löste Anti-Terror-Einsatz aus

Die Irrfahrt eines 19-Jährigen durch die Essener Innenstadt hatte am Freitag (29.03.2019) viele Menschen schockiert und für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Über sein Motiv wurde zunächst vielfach spekuliert. Jetzt sagen die Ermittler: Der Mann soll offenbar wütend auf seine Bank gewesen sein.

Wie die Staatsanwaltschaft am Montag (01.04.2019) mitteilte, soll der Tadschike vor seiner Irrfahrt in einer Bankfiliale abgewiesen worden sein, weil er seinen Ausweis nicht dabei hatte. Daraufhin raste er mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Essener Fußgängerzone.

Menschen brachten sich mit Sprüngen in Sicherheit

Bei seiner Fahrt mussten sich, nach bisherigen Ermittlungen, mehrere Menschen mit Sprüngen in Sicherheit bringen. Verletzt wurde niemand.

Ermittelt wird nun wegen versuchten Mordes. Der junge Mann sitzt in Untersuchungshaft. Die gefährliche Fahrt hatte zudem einen länderübergreifenden Anti-Terror-Einsatz der Polizei ausgelöst.

Die Ermittler konnten zunächst nicht ausschließen, dass der Tadschike aus Essen zu einer schon länger beobachteten Gruppe mutmaßlicher IS-Anhänger mit tadschikischen Mitgliedern gehörte.

Keine Verbindung zu IS-Anhänger-Gruppe

Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf befürchtete, dass die Tat in Essen der Auftakt für mehrere Anschläge sein könnte. Später stellten die Behörden aber fest, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Tadschiken aus Essen und der beobachteten Gruppe gab.

Bei dem Anti-Terror-Einsatz waren am Freitag und Samstag in elf Städten Objekte auf Waffen und Sprengstoff durchsucht worden. Elf Männer wurden festgenommen.

Stand: 01.04.2019, 14:54