Morddrohungen gegen Dortmunder Blogger

Robert Rutkowski mit Kamera

Morddrohungen gegen Dortmunder Blogger

Von Christof Voigt

Ein Dortmunder Blogger, der kritisch über die Querdenker-Bewegung berichtet, hat am vergangenen Wochenende Morddrohungen erhalten.

Seit Monaten berichtet der Dortmunder Blogger Robert Rutkowski kritisch über die Querdenker-Bewegung. Er zeigt unter anderem auf, dass sich in dieser Szene auch Rechtsextremisten bewegen. Dafür ist er schon beleidigt, bedroht und angegriffen worden. Jetzt hat die Bedrohung eine neue Dimension bekommen.

Mehrere Anrufe mitten in der Nacht

Um ein Uhr in der Nacht klingelt das Telefon. Der Anrufer gibt sich nicht mal die Mühe, seine Nummer zu unterdrücken. Robert Rutkowski kennt die Nummer nicht und geht auch nicht dran. Als er nach dem dritten Anruf seine Mailbox abhört, ist die Stimme eines Mannes zu hören.

Fast zwei Minuten lang sagt der dort unter anderem Dinge, wie: "Wir haben uns was ganz, ganz Besonderes überlegt, für dich, Rutkowski. Und zwar, dass immer weniger Luft reinkommt und gleichzeitig Nazi-Propaganda vor den Augen läuft. Das ist das, was du sehen wirst, als Letztes. (…) Nee, die Lunge ist schon 'ne gute Sache, also wenn die einmal abkackt (…) Da gibt's kein zurück. (…) Tja, da liegste da. Alter, ich freue mich so, wenn du abkachelst." Am Ende röchelt der Mann, als würde er ersticken.

Polizei reagiert sofort

Rutkowski ist geschockt, nach kurzem Überlegen entschließt er sich zur nächsten Polizeiwache zu fahren. Es dauert keine Stunde, da hat die Polizei den Mann auch schon identifiziert.

45 Minuten später stehen Polizisten vor der Wohnungstür des Anrufers und halten dem Tatverdächtigen eine sogenannte Gefährderansprache. Sie sagen ihm, dass die Polizei ihn jetzt auf dem Schirm hat und er den Dortmunder Blogger nicht nochmal bedrohen soll. Und, dass wegen des Anrufs jetzt gegen ihn ermittelt wird.

  • Teil 1/2 - Morddrohungen gegen Dortmunder Blogger
  • Teil 2/2

Stand: 10.12.2020, 16:09