Rentnerin in Schwerte getötet: 14 Jahre Haft

Rentnerin in Schwerte getötet: 14 Jahre Haft 02:41 Min. Verfügbar bis 07.11.2020

Rentnerin in Schwerte getötet: 14 Jahre Haft

Von Peter Fischer

  • 14 Jahre Haft
  • Gericht hat Sicherungsverwahrung nach der Haft angeordnet
  • Festnahme live auf Facebook gestreamt
  • Angeklagter war kurz vor der Tat aus Gefängnis entlassen worden

Das Hagener Landgericht hat am Mittwoch (06.11.2019) das Urteil in einem Mordprozess gefällt. Ein 50-Jähriger aus Schwerte muss für 14 Jahre in Haft, außerdem hat das Gericht nach der Haft eine Sicherungsverwahrung angeordnet. Die Richter waren überzeugt, dass er im Januar eine 72-jährige Seniorin aus Schwerte getötet hatte. Das Opfer wies Stich- und Brandverletzungen auf.

Festnahme live im Internet gestreamt

Bundesweit hat der Fall Aufsehen erregt, weil der mutmaßliche Täter seine Festnahme durch ein Spezial-Einsatzkommando der Polizei live bei Facebook übertragen hatte.

Angeklagter war kurz vor der Tat aus Haft entlassen worden

Erst kurz vor der Tat war der Angeklagte aufgrund eines positiven psychologischen Gutachtens aus dem Gefängnis freigekommen. Dort hatte er wegen eines ähnlichen Deliktes eingesessen. Für die jüngste Tat hatte die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe plus anschließender Sicherungsverwahrung wegen Mordes zur Verdeckung einer Straftat gefordert.

Zwei Zuschauerinnen im Gerichtssaal tragen T-Shirts mit einem Foto des Opfers

Zuhörerinnen trugen im Gerichtssaal T-Shirts mit einem Foto, auf dem das spätere Opfer als junge Frau zu sehen ist

Die Verteidigung hatte keinen Antrag gestellt. Sie erklärte lediglich, die Seniorin sei "durch die Hand" ihres Mandanten gestorben. Das genaue Motiv müsse das Gericht ermitteln.

Angeklagter bittet um Verzeihung

Der Angeklagte hatte sich während des gesamten Prozesses nicht geäußert. Seine letzten Worte waren jedoch: „Ich bitte um Verzeihung.“

Stand: 06.11.2019, 13:15