Zwei Männer klagen gegen Kündigung der Stadt Bochum

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Zwei Männer klagen gegen Kündigung der Stadt Bochum

Die Stadt hatte vor kurzem zwei Männer entlassen, weil sie mutmaßlich zur rechtsextremen Szene gehören. Beide wollen sich gegen den Rausschmiss wehren.

Vor dem Arbeitsgericht Bochum wollen zwei mutmaßlich rechtsextreme ehemalige Mitarbeiter der Stadtverwaltung gegen ihre Kündigung vorgehen. Die beiden 33-Jährigen sollen seit einigen Jahren für die Stadt gearbeitet haben, einer als Garten- und Landschaftsbauer im Stadtteil Wattenscheid, der andere im Tiefbauamt.

Rechtsextreme Ansichten "nicht vereinbar"

Die Stadt hatte ihre Arbeitsverträge beendet, weil sie der rechtsextremen Gruppierung, den so genannten Hammerskins, angehören sollen. Ihre Ansichten seien "mit dem öffentlichen Dienst nicht vereinbar", lautete die Begründung.

Recherchen eines linken Netzwerks hatten ergeben, dass die 33-Jährigen fest in der rechten Neonazi-Szene verankert sein sollen. Diese Angaben hat die Stadt überprüft und die Kündigung ausgesprochen. Das wollen die Betroffenen nicht akzeptieren. Die erste von zwei Klagen wird am Freitag (10.09.2021) verhandelt.

Stand: 08.09.2021, 05:01