Missbrauch-Betroffene melden sich bei Ruhrbistum

Montage mit Halspartie, weißem Kragen und Schulter eines Priesters, an dessen Revers ein nach unten weisendes kleines Kruzifix befestigt ist

Missbrauch-Betroffene melden sich bei Ruhrbistum

  • Zwölf Missbrauch-Betroffene melden sich bei Ruhrbistum
  • Vorwürfe richten sich gegen mehrere Geistliche
  • Strafanzeige gegen einen Priester erstattet

Im vergangenen Jahr haben sich beim Bistum Essen zwölf Menschen gemeldet, die von Missbrauch durch katholische Geistliche betroffen waren. Das hat die Missbrauchsbeauftragte des Bistums am Donnerstagabend (14.03.2019) bekannt gegeben. Die Vorwürfe richten sich gegen mehrere Geistliche.

Gegen einen Priester sei Strafanzeige erstattet und ein kirchliches Verfahren eingeleitet worden. Alle anderen beschuldigten Personen seien bereits verstorben, so die Missbrauchsbeauftragte Angelika von Schenk-Wilms. Auch aus anderen Bistümern oder Einrichtungen habe sie Hinweise bekommen.

Insgesamt 29 Missbrauchs-Meldungen

Insgesamt hat Schenk-Wilms im vergangenen Jahr 29 Meldungen erhalten. An die Betroffenen wurden in Anerkennung des Leids bislang 21.000 Euro gezahlt. Geld spiele aber für die Betroffenen eine untergeordnete Rolle. Viele wollen von der Kirche ernst genommen werden und über ihr Leid sprechenn, so Schenk-Wilms.

Die Debatte über das Thema Missbrauch in der Kirche habe Betroffene motiviert sich zu melden. Die Missbrauchsbeauftragte rechnet in den kommenden Jahren mit weiteren Fällen. Allerdings sei die Zahl der Fälle 2018 auch nicht spürbar höher gewesen als in den Vorjahren.

Stand: 15.03.2019, 08:02