Diebe verwüsten Gräber auf Bergkamener Friedhof

Metalldiebe verwüsten Bergkamener Friedhof 03:14 Min. Verfügbar bis 07.03.2020 Von Olaf Tack

Diebe verwüsten Gräber auf Bergkamener Friedhof

Von Till Krause

  • Grabschmuck von 64 Gräbern gestohlen
  • Rücksichtslosigkeit der Diebe schockiert Betroffene
  • Erneute Diebstähle nur schwer zu verhindern

Abgebrochene Kreuze und Figuren, herausgerissene Marmorplatten, zersplitterte Grablichter: Diebe haben auf dem evangelischen Friedhof in Bergkamen-Rünthe in der Nacht zu Dienstag (05.03.2019) eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Von insgesamt 64 Gräbern haben sie Metallgegenstände gestohlen.

Kein Respekt vor den Toten

Gleich zweimal schlugen Unbekannte auf dem Friedhof zu. Erst am vergangenen Wochenende (02.03.2019/03.03.2019) und dann erneut in der Nacht zu Dienstag. Das Motiv der Täter: wahrscheinlich Geld. Aber eine hohe Summe kommt bei der erbeuteten Menge Grabschmuck wohl nicht zusammen. Für ein Kilogramm Metall gibt es beim Metallhändler je nach Art meist nur ein paar Euro.

Der finanzielle Schaden ist für die Betroffenen überschaubar. Viel größer ist die Empörung, zum Beispiel bei Sabrina Joost-Tschunarjar. Die Diebe brachen vom Grab ihrer Großeltern eine etwa 90 Zentimeter große Madonnenfigur ab. "Es geht nicht um den Geldwert, sondern darum, dass die keinen Respekt haben vor den Toten, ihr Andenken sogar noch beschädigen."

Keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen

Erneute Diebstähle lassen sich nach Ansicht der Martin-Luther-Kirchengemeinde nur schwer verhindern. Für einen Sicherheitsdienst fehlt das Geld. Außerdem würde eine solche Überwachung nicht zu einem Friedhof passen, meint Pfarrerin Petra Buschmann-Simons. Die Besucher sollen ihre Ruhe haben. Viele Betroffene haben mittlerweile Anzeige erstattet. Die Polizei ermittelt.

Stand: 07.03.2019, 13:35