Nach Bombendrohungen: Zentralrat fordert mehr Schutz für Moscheen

Auf einer beleuchteten Straße in Hagen steht eine Gruppe von Polizisten vor ihren Streifenwagen.

Nach Bombendrohungen: Zentralrat fordert mehr Schutz für Moscheen

  • Zentralrat der Muslime fordert mehr Schutz
  • Vier Droh-Emails im gleichen Zeitraum verschickt
  • Kein Sprengstoff gefunden

Nach den Bombendrohungen gegen vier Moscheen in Nordrhein-Westfalen fordert der Zentralrat der Muslime einen stärkeren Polizeischutz von islamischen Gebetshäusern. "In NRW gibt es solche Vorfälle fast schon im Wochentakt", sagte Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, am Donnerstagnachmittag (13.02.2020).

Erste Ermittlungsarbeiten laufen an, erklärte die Polizei Dortmund. Wer hinter den anonymen Droh-Emails steckt, die an vier Gebetshäuser der Ditib geschickt wurden, sei noch nicht geklärt.

Emails mit vergleichbarem Inhalt

Die Emails hatten alle einen vergleichbaren Inhalt und waren im gleichen Zeitraum an die Moscheen in Bielefeld, Essen, Hagen und Unna geschickt worden. Deshalb liege es nahe, dass sie von den gleichen Urhebern stammen.

Nach Informationen von Moschee Mitgliedern aus Hagen waren die Emails mit "Combat 18" unterschrieben. Bei den Durchsuchungen fanden die Ermittler keinen Sprengstoff.

Moscheen in NRW mehrmals geräumt

Im vergangenen Jahr waren mehrere Bombendrohungen gegen Moscheen in NRW eingegangen. Auch die Kölner Zentralmoschee in Ehrenfeld war mehrmals geräumt worden.

Bundesweit wurden laut Bundesinnenministerium 2018 insgesamt 910 Straftaten mit islamfeindlichem Hintergrund begangen.

Stand: 13.02.2020, 17:50