Tödlicher A52-Unfall: Beifahrerin war angeschnallt

Wrack des verunglückten McLarens

Tödlicher A52-Unfall: Beifahrerin war angeschnallt

  • Unfall mit Luxussportwagen in Essen
  • Tödlich verletzte Beifahrerin war angeschnallt
  • Gutachter: Gurt verhindert Hinausschleudern nicht immer

Die Ermittlungen zum Unfall mit einem Luxussportwagen auf der A52 bei Essen vergangene Woche haben ergeben, dass die tödlich verletzte junge Frau angeschnallt war. Das hat die Polizei bestätigt. Die 18-Jährige war aus dem Wagen geschleudert worden.

Möglicherweise falsche Sitzposition oder nur Beckengurt

Bei dem Unfall hatte der Fahrer des fast 500 PS-Starken Rennwagens die Kontrolle verloren. Der McLaren durchbrach laut Polizei die Leitplanke und stürzte einen Abhang hinunter. Das völlig zerstörte Wrack wurde aus einem Waldstück geborgen. Der Fahrer blieb fast unverletzt. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung.

Dass ein Unfallopfer trotz Anschnallgurt aus dem Auto geschleudert wird, sei nicht ungewöhnlich, so ein KFZ-Gutachter gegenüber dem WDR. Es könne sein, dass die Beifahrerin in einer falschen Position gesessen habe oder auch, dass nur ein Beckengurt umgelegt war - durchaus möglich bei einem solchen Sportwagenmodell.

Technisches Versagen, wenn Auto auseinanderbricht

Da das Auto bei dem Unfall in mehrere Teile gerissen wurde, sei auch ein technisches Versagen des elektrischen Gurtsystems möglich, so der Gutachter weiter. Das passiere häufig, wenn die Autos durch die Wucht des Unfalls auseinanderbrechen. Die Ermittlungen dauern an.

Stand: 26.03.2019, 11:15

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