Reflektoren sollen Wildunfällen vorbeugen

Wildunfall mit Reh

Reflektoren sollen Wildunfällen vorbeugen

  • Jährlich 30.000 Wildunfälle mit Rehen in NRW
  • Anbringung von Lichtreflektoren an Straßen
  • Kreisjägerschaft gibt Tipps bei Wildunfällen

Die Kreisjägerschaft in Essen bringt Lichtreflektoren an Straßen an, um Wildunfällen vorzubeugen. Die Reflektoren werfen blaues Licht zurück, wenn sie von Scheinwerfern angestrahlt werden. Das soll verhindern, dass Rehe, Hirsche und Wildschweine auf die Straße laufen.

Rund 30.000 Rehe sterben jedes Jahr bei Wildunfällen in NRW. Deutschlandweit werden dabei etwa 30 Menschen tödlich verletzt. Viele Unfälle könnten durch Einhalten der Geschwindigkeitsbegrenzung sowie bremsbereites Fahren bei Wildwechselschildern vermieden werden. Die Lichtreflektoren gelten als effektive Zusatzmaßnahme.

Frontalzusammenstoß statt Ausweichmanöver

Jäger empfehlen den Fahrbahnrand zu beobachten, Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Verkehrsteilnehmer einzuhalten und bei Sichtung eines Wildtieres mit weiteren Artgenossen zu rechnen. Die größte Unfallgefahr gilt während der Nacht, bei Nebel sowie in der Morgen- und Abenddämmerung.

Wenn der Unfall nicht vermieden werden kann wird empfohlen, geradeaus zu lenken und abzubremsen. Das Ausweichen führt häufig zu schwerwiegenden Personen- und Sachschäden. Sollte es sich beim Zusammenstoß um ein Reh, Hirsch oder Wildschwein handeln, muss nach dem Sichern der Unfallstelle die Polizei verständigt werden.

Stand: 12.10.2018, 11:25