Mann mit 24 Identitäten in Essen festgenommen

Polizei mit meheren Pässen von Flüchtlinge in der Hand

Mann mit 24 Identitäten in Essen festgenommen

  • Mann gab unterschiedliche Identitäten bei Polizei an
  • Diskussion um bessere Datenabgleiche
  • Gewerkschaft der Polizei stellt Forderungen

Die Gewerkschaft der Polizei fordert einen besseren Datenabgleich unter den Behörden und Ausweise mit Fingerabdruck. Hintergrund der Forderung ist ein aktueller Fall in Essen, bei dem ein Mann mit zwei Dutzend Identitäten aufgefallen ist.

Hintergrund oft Sozialbetrug

Dem Mann aus Nigeria, der in Meerbusch gemeldet ist und der vor ein paar Tagen von der Essener Polizei festgenommen wurde, konnten 24 Identitäten nachgewiesen werden. Verschiedene Polizeidienststellen hatten Dokumente mit unterschiedlichen Namen und Geburtsorten des Mannes gespeichert.

Oft geht es bei solchen Fällen um Sozialbetrug, so die Gewerkschaft der Polizei am Dienstag (05.03.2019) gegenüber dem WDR. Und häufig sei dies schlecht zu überprüfen, weil zum Beispiel jedes Bundesland eine andere Software zur Datenerfassung hat.

Bundesweite Software gefordert

In vielen Fällen würden Polizisten erst recht spät erkennen, wenn Menschen gefälschte Dokumente haben. Mit einer bundesweit einheitlichen Daten-Software ginge dies schneller, so ein Gewerkschaftssprecher. Fingerabdrücke in Ausweisen würden die Ermittlungen zusätzlich beschleunigen.

Vor allem, wenn man die Daten direkt vom Streifenwagen aus über ein Tablet oder Smartphone aufrufen könnte. Beides sei aber noch Zukunftsmusik - immerhin sollen Dienst-Smartphones in NRW 2019 Standard werden.

Stand: 06.03.2019, 11:02

Kommentare zum Thema

22 Kommentare

  • 22 theooosuch@web.de- Theo 07.03.2019, 08:18 Uhr

    Datenschutz hin und her ! Durch falsche Interpretation des Datenschutzes vom Staat entstehen jährlich im Milarden Höhe immense Volkswirtschaftliche Schäden ! Ich bin dabei auch mehrmals von der Justiz und Stadt Essen benachteiligt gewesen !!! Auch mehrere Polizisten haben mir das Bestätigen können! Sonst weiß man über uns fast Alles, aber wenn es darauf kommt, versucht das Amt sich zu schützen mit Datenschutz ! Man gibt den Kriminellen auch in der Politik zu viele Schlupflöcher um Milarden zu Seite zu schaffen !!! Ganz einfach, die Justiz ist total überfordert, überlastet, und unterbesetzt ! Was nützt es , wenn wir Bürger Tipps der Polizei geben ? ! Laut Gewerkschaft der Polizei - " wir haben zu wenig Mitarbeiter um Fälle zu bearbeiten !!! Und Kriminellen Lachen sich kaputt ! Ein Skandal ohne Rot zu werden und gleichen ! Die offiziellen Stellen versuchen das ganze Desaster zu vertuschen ! Die kriminelle Statistiken sind einfach eine Lüge ! Und die teuren Politiker und öffentlichen Lobi

  • 21 Klaus 06.03.2019, 21:59 Uhr

    Ich seh das positiv: Auf einen Schlag gibt es 23 Identitäten weniger, die als arm gelten!

  • 20 Bernd Wiebus 06.03.2019, 19:44 Uhr

    "Bundesweite Software gefordert". Genau dieses ist nicht nötig. Es kann durchaus unterschiedliche Software verwendet werden, wenn eine einheitliche Schnittstelle definiert ist. Diese Schnittstelle könnte z.B. im XML-Format abgefasst sein, und ihre Struktur und ihre Schlüsselwörter müssen (Stichwort EDI) öffentlich gemacht werden. Dann muss verbindlich gemacht werden, dass die verwendete Software diese Schnittstellen kennt und bedienen kann. Durch das offenlegen wäre es auch möglich, dass Softwarefirmen untereinander und mit OpenSource stärker unter Konkurenzdruck kommen und dadurch wesentlich günstiger werden.

    Antworten (1)
    • hø'ø 07.03.2019, 06:32 Uhr

      Was nützen Schnittstellen, wenn die Daten nicht zentral vorgehalten werden (und hierum geht es wohl in der Forderung eher, als um tatsächlich einheitliche Software)? Wenn die Daten dezentral liegen. müßte ansonsten zum Abgleich jedes Bundesland einzeln abgefragt werden - geht auch, dauert aber lange. und wenn die Onlineverbindung zu einem Bundesland mal ausfällt (was in unserem Hightechstandort ja gelegentlich passieren soll), geht nichts, während man zu einer zentralen Datenhaltung auch redundante Anbindungen schalten und so diese hochverfügbar halten könnte. Optimal wäre wohl ein Aufbau ähnlich GIT Repositories, mit abgeglichener lokaler Datenhaltung (so viele Daten sind das ja eigentlich gar nicht). Mehr (EU-)einheimische Open Source anstelle proprietärer, oft nicht-EU-Software, würde ich ausdrücklich begrüßen. München zeigt, wie man es nicht machen sollte, mit dem Rückschritt zum US-Betriebssystem.

  • 19 Andreas Stracke 06.03.2019, 18:49 Uhr

    Es sollten Ausweispapiere mit Fingerabdruck verpflichtend für alle eingeführt werden. Dann sollte es ein Zuwanderungsregister sowie eine Residenzpflicht für Zuwanderer/Asylbewerber bis zum Abschluß des Migrationsverfahrens geben.

    Antworten (1)
    • Monomi 07.03.2019, 11:32 Uhr

      Nee, nur weil irgendwelche Leute mit falschen Ausweispapieren, sei es als Asylbewerber oder sonstwie, die Denkfaulheit und Schlampigkeit des Bundesamtes für Migration oder von Sozialbehörden und die Unwilligkeit oder Unfähigkeit der zuständigen Fachleute in den Ländern ausnützen, müssen nicht 83 Millionen Bundesbürger ihre Fingerabdrücke in die Ausweise abgedruckt kriegen. Es reicht vollkommen, die Fingerabdrücke der Asylbewerber/Migranten bei Antragstellung zu erfassen und abzugleichen. "Unterschiedliche Software" ist eine faule Ausrede. Dann sollen sie Programmierer einstellen, die den Datenverkehr zwischen den Schnittstellen programmieren. Aber dort wird lieber das Bäumchenwechseldich-Spiel mit Zuständigkeiten gespielt...

  • 18 Horst 06.03.2019, 18:18 Uhr

    Ich will nicht wissen, wieviele solcher Typen mit wievielen unterschiedlichen Identitäten hierzulande rumlaufen und den Sozialtopf leersauegn. Datenschutz war schon immer Tatenschutz! Aber wir sind ja richtig gut darin, uns selbst ständig ein Bein zu stellen. Willkommen in der BRD!

    Antworten (1)
    • Monomi 07.03.2019, 11:38 Uhr

      Nein Datenschutz war noch nie Tatenschutz (wenn überhaupt dann meinen Sie ja wohl TäterInnenschutz). Bei der Ausrede mit der "unterschiedlichen Software" ging es auch nicht um Datenschutz. Der Datenschutz steht dem Abgleich von persönlichen Daten, wie z.B. Fingerabdrücken, zwischen jeweils ZUSTÄNDIGEN Behörden der Länder auch in keiner Weise im Wege. Denn der Abgleich findet ja auch statt, wenn ein(e) ganz gewöhnliche(r) Deutsche(r) in Hamburg UND München UND Berlin versucht, Sozialleistungen zu beantragen....DA scheint die "unterschiedliche Software" dem nicht im Wege zu stehen. Wenn ein Minister vom Behördenleiter mit so einer Ausrede als Erklärung konfrontiert wird, müsste die Antwort eben häufiger sein: "Dann haben Sie ab morgen eine Tätigkeit, der sie vielleicht besser gewachsen sind."

  • 17 Thomas Coss 06.03.2019, 16:56 Uhr

    Das ist unfassbar. Ich kann mir schlicht vorstellen, dass das möglich sein soll. Aber ist es ja wohl. Mein Vorschlag: Gorch Fock sofort verschrotten und das Geld lieber Sicherheitstechnik investieren. Bei Verdacht die Auszahlung von zurück halten. Der Empfänger wird sich bestimmt sofort mekden und kann dann erneut identifiziert werden.

  • 16 Lothar 06.03.2019, 16:09 Uhr

    es ist halt die Souveränität der Länder. Niemand gibt da freiwillig ein Stück seiner Macht ab. Politisch so gewollt, für die ehrlichen Bürger eine Katastrophe. Ist aber auch bei den Finanzbehörden so, zieht man als Selbstständiger mal von Bonn 20km in den Süden, von NRW nach Rheinland-Pfalz, es dauert 10 Monate bis die Akten zum neuen zuständigen Finanzamt kommen. Ist halt so gewollt

  • 15 Aufrecht 06.03.2019, 15:29 Uhr

    In der FAS gab es am 15. Januar 2017 einen ausführlichen Artikel: "Die Sache mit dem vielen Identitäten". Demnach war es einen Monat nach dem Attentat in Berlin nicht mehr möglich, sich mehrere Identitäten zu erschleichen. Andere Medien berichten seit längerem ähnlich. Leider sieht die Wirklichkeit offensichtlich immer noch anders aus: Systematisch vertuschtes Staatsversagen. Es bleibt unklar, warum die Medien das mittragen. Weitere Umsatzeinbußen weren die Belohnung sein.

    Antworten (1)
    • Monomi 07.03.2019, 11:40 Uhr

      Wenn Sie hier im WDR das Thema lesen und kommentieren können, versteh ich nicht, wie Sie darauf kommen, dass "die Medien" "das mittragen". Täten "die Medien" das - könnten Sie's hier wohl kaum gelesen haben....

  • 14 Michael Ulrich 06.03.2019, 15:06 Uhr

    Hallo zusammen, ich verstehe dies mit den unterschiedlichen System und deren Datenaustausch leider nicht. Es gibt Industriebereiche die bekommen durch die Bundesnetzagentur vorgeschrieben wie Daten auszutauschen sind. Und warum geht dies bei Behörden der Länder nicht? Unterschiedliche Systeme sind ja nicht das Problem sondern nur und ausschließlich der Datenaustausch. Und dies ließe sich schnell regeln wenn entsprechenden Formate zum Austausch beschrieben würden. Und desweiteren werde ich demnächst auch meinen Ausweis und Pass vernichten und 24 Identitäten beantragen. Schön ohne Arbeit sehr gut leben ...

  • 13 Anonym 06.03.2019, 14:27 Uhr

    Das Problem liegt doch woanders: Wir müssen unser Beamtentum hinterfragen. Das Polizisten, Feuerwehrleute und ähnliche Berufsgruppen verbeamtet sind ist absolut nachvollziehbar. Aber bei der Verwaltung doch nicht!!! All unsere Behörden Leben hinter dem Mond. Nichts klappt. Hier wird schon der Kauf eines Taschenrechners als Digitalisierung verstanden. Uns Bürger kostet der Beamtenwahnsinn Unsummen ohne Gegenwert. Ganz abgesehen davon das keiner weiß, wer die Pensionen der Babyboomer bezahlen soll... Unsere Beamten sind unser Untergang...

    Antworten (2)
    • Heinz Baranski 06.03.2019, 15:32 Uhr

      Das kann nur ein Blinder sein, der versucht , die Farben zu erforschen will oder in seinem Leben zu nichts gebracht hat, nicht mal zum Beamten . Beamter sind die Diener des Staates, und wenn die regierenden Parteien nicht das wollen , was das Volk will. Dann sind auch den Beamten die Hände gebunden , das nennt sich ebend eine PARLAMENTARISCHE DEMOKRATIE .

    • Atze 06.03.2019, 15:40 Uhr

      Wie gut es mit Beschäftigten aus dem freien Arbeitsmarkt zugehen kann, konnte man unlängst bei den Untaten sehen, die in der Einrichtung für Flüchtlinge in Burbach passierten. Da waren keine Beamte am Werk, Chaos hoch 3 war angesagt und jede Menge Strafverfahren. Ich möchte in einem geordneten Land leben, Beamter muss nicht jeder werden, allerdings geht es auch nicht ohne Beamte. Wer behauptet, dass all unsere Behörden hinter dem Mond leben, der muss sich unheimlich gut auskennen, um das beurteilen zu können. Hätten die politisch verantwortlichen Stellen die Rücklagen, die sie seit Jahrzehnten per Gesetz für die Beamten hätten zurücklegen müssen nicht verfrühstückt, wäre genug an Versorgung für die Beamten in unserem Land vorhanden. Ohne Beamte geht es in den Untergang.

  • 12 Heinz Baranski 06.03.2019, 14:16 Uhr

    Ist es doch ein schöner Beweis, dass sie angekommen sind in Deutschland , 24 x Harz 4 , 24 Ehefrauen usw. , da sollten sich Länder der EU ein Beispiel nehmen an gelungener Integration in Deutschland dank der Frau mit der Raute . Und nach Forsa sind 120 % der Bürger und Steuerzahler der Deutschen dafür , denke ich . ABER ABER DER Schriftleiter sperrt den Kommentar zu 199 % wohl .

    Antworten (1)
    • Monomi 07.03.2019, 11:42 Uhr

      Zahlen und Grundrechenarten sind jetzt nicht so ihr Ding, oder....