Asylbewerber zückt Messer in Mülheimer Ausländeramt

 Stempel mit Aufschrift " Ausweisen " hängt mit anderen Stempeln in einem Stempelständer

Asylbewerber zückt Messer in Mülheimer Ausländeramt

  • Mann brachte Messer mit ins Amt
  • Mitarbeiter hielten ihn in Schach
  • Stadt plant regelmäßige Kontrollen

In Mülheim an der Ruhr hat am Donnerstagmorgen (31.10.2019) ein 23-Jähriger im Ausländeramt ein Messer gezückt. Nach Angaben der Stadt hatte sich der Asylbewerber aus Guinea bei einer Mitarbeiterin darüber beschwert, dass ihm die Mittel des Sozialamtes gekürzt worden waren. Er habe ihr damit gedroht, sich umzubringen.

Unterhalt wurde gekürzt

"Wir haben die Kürzung veranlasst, weil ein abgelehntes Asylverfahren gegen den Mann läuft und eine Abschiebung vorbereitet wird. Er hat eine Mitwirkungspflicht und muss dafür Unterlagen vorbringen. Dieser Pflicht ist er nicht nachgekommen", sagt Stadtsprecher Volker Wiebels.

Anzeige wegen Erpressung

Mitarbeiter riefen die Polizei und hielten den Mann in Schach, damit er sich nichts antun konnte. Die Polizei nahm den 23-Jährigen fest. Gegen ihn läuft jetzt eine Anzeige wegen Erpressung. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Stadt will Sicherheitsvorkehrungen verschärfen

Zurzeit werden von einem Sicherheitsunternehmen stichprobenartig Einlasskontrollen im Ausländeramt durchgeführt. Hintergrund sind Vorfälle in anderen Städten. In Mülheim sei es das erste Mal gewesen, dass jemand in einer Behörde ein Messer gezückt habe. Die Stadt überlegt nun, ob sie die Kontrollen regelmäßig durchführen lässt.

Kontrollierte Rückführung 03:44 Min. Verfügbar bis 11.10.2024

Stand: 31.10.2019, 15:31