Mann aus Hamm wegen versuchter Kindesentführung verurteilt

Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia, steht am 23.06.2015 mit einer Waage und einem Richtschwert in der Hand auf dem Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Römerberg in Frankfurt am Main (Hessen).

Mann aus Hamm wegen versuchter Kindesentführung verurteilt

  • 34-Jähriger am Mittwoch (06.12.2017) wegen versuchter Kindesentführung verurteilt
  • Nach sexueller Belästigung in Witten festgenommen
  • DNA-Spuren am Klebeband überführten ihn

Der 34-Jährige aus Hamm war wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen und versuchter Kindesentführung vor dem Marburger Landgericht angeklagt. Der Mann hatte vor fünf Jahren versucht, ein kleines Mädchen aus Weimar zu entführen und sexuell zu missbrauchen. Zwei Fälle von sexueller Belästigung in diesem Jahr in Freibädern in Hamm und Witten führten auf die Spur zu dem Mann.

Täter wurde nach Übergriff in Wittener Freibad gefasst

Erwischt wurde der Mann, als er vor Monaten ein kleines Kind in einem Wittener Freibad angefasst hatte. Ein aufmerksamer Bademeister rief die Polizei. Der Mann hatte im April im Hammer Maximare ebenfalls ein Kind sexuell belästigt.

Die Polizei aus Nordrhein-Westfalen hatte den angehenden Kinderkrankenpfleger dann festgenommen. Ein Abgleich der DNA-Spuren auf einem Klebeband ergab, dass es sich um denselben Mann handelte wie damals in Weimar. In Mittelhessen hatte er 2012 versucht, ein neunjähriges Kind zu entführen.

Neunjähriges Mädchen ins Auto gezerrt und gefesselt

Damals hatte der Mann das Mädchen in sein Auto gezerrt und mit Klebeband gefesselt. Beim Losfahren konnte das Mädchen allerdings flüchten.

Bei dem Angeklagten wurden bei seiner Verhaftung zahlreiche Bilder mit nackten Kindern gefunden, außerdem verdächtige Google-Recherchen und K.o.-Tropfen. Außerdem hatte er eine Art Verlies in einem alten Haus eingerichtet.

Stand: 06.12.2017, 18:00