Freilaufender Luchs in Bochum eingefangen

Freilaufender Luchs in Bochum eingefangen

  • Luchs in Bochum von Wildhüter eingefangen
  • Aus Tierpark in Haltern ausgebrochen
  • Wochenlang im Ruhrgebiet gesichtet

In Bochum hat ein Wildhüter am Samstag (11.05.2019) einen freilaufenden Luchs eingefangen. Durch einen Betäubungsschuss konnte das Tier außer Gefecht gesetzt werden. Der als allgemein scheu geltende Luchs hatte sich auf einem Baum versteckt, nachdem Hunde von Anwohnern ihn aufgeschreckt hatten.

Mittlerweile ist der Luchs in einer Quarantänestation in Rheine. Sie gehört Holger Beckmann, dem Eigentümer des Naturwildparks Granat in Haltern am See. Dort ist der Luchs im Dezember letzten Jahres aus seinem Gehege ausgebrochen. Unbekannte hatten ein Loch in den Zaun geschnitten.

Ein Zurück gibt es für den Luchs nicht, weil er zu lange von den anderen Luchsen im Wildpark getrennt war. Die Tiere gelten als Einzelgänger und könnten sich nun bekämpfen.

Keine Schäden durch Luchs entstanden

Wochenlang hatte man die freilaufende Raubkatze im Ruhrgebiet gesichtet, u.a. in Dortmund, Herne und zuletzt eben in Bochum. Bei seinem Streifzug kam niemand zu Schaden.

Ein Luchs in freier Wildbahn ist ohnehin nichts Ungewöhnliches. Im Harz und im Bayerischen Wald sollen nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF und des Bundesamtes für Naturschutz 100 bis 130 Luchse leben.

Stand: 13.05.2019, 12:52

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