Enis Maci bekommt den Literaturpreis Ruhr

Enis Maci steht lächelnd neben einem Baum am Dortmunder Phoenixsee

Enis Maci bekommt den Literaturpreis Ruhr

Der Literaturpreis des Regionalverbands Ruhr wurde in diesem Jahr virtuell vergeben. Erstmals besteht er aus drei Teilen: dem Hauptpreis, einem Förder- und einem Ehrenpreis. Der Hauptpreis geht an Enis Maci für ihren Essay-Band "Eiscafé Europa"

In den drei Ruhrgebiets-Lokalzeiten aus Dortmund, Essen und Duisburg wurden die Preisträger am Freitagabend exklusiv vorgestellt. Im vergangenen Jahr wurde der Preis neu aufgestellt, die Kategorien geschärft und die Preisgelder erhöht. 

15.000 Euro für den Hauptpreis

Zum ersten Mal wird im Hauptpreis ein konkretes Buch ausgezeichnet. Karola Geiß-Netthöfel vom Regionalverband Ruhr hatte in einer Online-Konferenz die gerührte Hauptpreis-Trägerin Enis Maci überrascht.

Enis Maci (27) schreibt Geschichten für Bücher und die Bühne. In "Eiscafé Europa" sind es Essays, die sich mit Themen ihres Lebens beschäftigen: Zwischenmenschliches, Politisches, Feminismus, ihre Kindheit in Gelsenkirchen. Vor zehn Jahren hat Enis Maci schon den Förderpreis bekommen. "Jetzt schließt sich ein Kreis", sagt die junge Autorin, die heute in Berlin lebt.

Ehrenpreis an Herbert Knorr

Auch der Ehrenpreis ist neu: Preisträger ist Herbert Knorr, der 25 Jahre lang das Literaturbüro Unna geleitet hat. Auch sonst hat sich Herbert Knorr viel um die Literatur überall im Revier gekümmert: Selbst geschrieben, ein Netzwerk gegründet und die Jugend gefördert.

Literaturpreis Ruhr auf einem Steinsockel

"Als erster diesen Preis zu bekommen, bedeutet mir sehr viel", freut sich Herbert Knorr. Zur Erinnerung bekommt Knorr mal kein Buch, sondern eine extra angefertigte Ehrenpreis-Skulptur fürs Buchregal. 

Förderpreis an Anne Becker

Zum Literaturpreis Ruhr haben der RVR und das Literaturbüro auch einen Film online. WDR-Literaturjournalistin Mona Ameziane interviewt darin die Preisträger- und Preisträgerinnen am Dortmunder Phoenixsee.

Wie Anne Becker, Sonderpädagogin aus Essen. Sie bekommt für ihr erstes Jugendbuch "Die beste Bahn meines Lebens" den Förderpreis und 5.000 Euro. Der Förderpreis sei für sie ein großer Ansporn, "mit dem Schreiben weiterzumachen", sagt Anne Becker.

Stand: 04.09.2020, 17:27