Hamm: Amtsleiter freigestellt

Rathaus in Hamm

Hamm: Amtsleiter freigestellt

Die Stadt Hamm hat den Leiter des Amtes für soziale Integration von seinen Aufgaben freigestellt. Es gab Unregelmäßigkeiten bei einem Integrationsprojekt von Zuwanderern aus Südosteuropa, teilte die Stadt am Donnerstag mit.

Dabei geht es um ein dubioses Arbeitsverhältnis. Seit mehreren Jahren beschäftigt die Stadt Hamm eine Roma-Expertin. Und zwar als Festangestellte, obwohl sie in Bulgarien lebt. Trotzdem war die Frau zum Schein in Hamm gemeldet – in einem Gebäude der Stadtverwaltung, in dem man gar nicht wohnen kann. Offenbar ging es darum, Fördergelder für ihre Stelle zu bekommen.

Affäre hat Konsequenzen

Die Stadt Hamm wird sich nun von der Mitarbeiterin trennen. Außerdem wird das Amt für soziale Integration zerschlagen, die Aufgaben werden auf andere Verwaltungsbereiche verteilt. Auch die Staatsanwaltschaft ist in dem Fall bereits tätig und ermittelt wegen möglichen Subventionsbetrugs.

Integrationsprojekt soll verbessert werden

Mit dem Projekt Südosteuropa will die Stadt Hamm unter anderem erreichen, dass Roma-Familien staatlichen Institutionen wie Schulen und Kitas und deren Mitarbeitern besser vertrauen. Das Projekt wird nun zunächst gestoppt. Die Stadt Hamm möchte es komplett überarbeiten und dann neu starten. Es soll in Zukunft auch besser überprüft werden.

Stand: 24.06.2021, 18:50