Nach Mordversuch: Dortmunder Lehrer äußert sich

Nach Mordversuch: Dortmunder Lehrer äußert sich 03:29 Min. Verfügbar bis 22.05.2020 Von Marc Sense

Nach Mordversuch: Dortmunder Lehrer äußert sich

  • Langes Statement veröffentlicht
  • "Habe kein Misstrauen gegenüber Schülern"
  • Distanzierung von rechter Hetze

Der Lehrer, den drei Dortmunder Schüler ermorden wollten, hat sich am Dienstag (21.05.2019) auf Facebook geäußert. Dort teilt der Gesamtschullehrer eindrücklich mit, dass es ihm trotz des Vorfalls gut gehe.

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Kein Misstrauen gegenüber Schülern

In einem Hinterhalt wollten Schüler ihn mit Hämmern erschlagen. Der Lehrer entging der Situation aber rechtzeitig. Jetzt, so heißt es in dem Statement, werde er von einer Welle der Zuneigung und Anerkennung getragen.

Auf einem Schuild an der Martin-Luther-King-Gesamtschule steht "Wir alle stehen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie."

Dieses Schild hängt an der Martin-Luther-King Gesamtschule

Er gehe weiter gerne zur Arbeit und begegne seinen Schülern ohne Misstrauen. Außerdem bedankt er sich ausdrücklich bei der Polizei für die gute Arbeit.

Gegen rechte Hetze

Der längste Teil des Schreibens geht an alle, die den Fall für rechte Hetze nutzen wollen. Der Lehrer distanziert sich ausdrücklich von jenen, die meinen, dass so ein Einzelfall etwas mit der Herkunft der Täter zu tun habe. "Ich möchte nicht vom rechten Rand der Gesellschaft instrumentalisiert werden...Ihr könntet falscher nicht liegen."

Dortmunder Lehrer äußert sich nach dem Mordversuch

WDR 2 22.05.2019 04:36 Min. Verfügbar bis 21.05.2020 WDR Online

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Stand: 22.05.2019, 07:36

Kommentare zum Thema

11 Kommentare

  • 11 duke hoyer 24.05.2019, 02:33 Uhr

    ihm sollte die lehrberechtigung entzogen werden . wer trotz dieser erfahrung immernoch an einer solchen ideologie festhält und die realität ignoriert , der verführt in seinem beruf auch andere dazu . bei ihm ist es ein einzelfall , wie auch für viele lehrer , schulleiter und schulbehörden die kriminalität von migrantenschülern oder mit migragtionshintergrund gegenüber mitschülern immer nur einzelfälle sind und vertuscht werden - nur eben erstaunlich viele wenn es denn mal rauskommt .

  • 10 Stef 22.05.2019, 21:47 Uhr

    Das ganze ist erschreckend, Lehrer sind immer mehr Schülern ausgesetzt, die regelrecht kriminell sind. Da muss der Staat eingreifen! Es kann nicht Aufgabe des Lehrers sein sich mit solchen Individuen zu beschäftigen, das gehört nicht zum Auftrag des Lehrers. Hier wird es erforderlich, dass der Staat FRÜHZEITIG strikt eingreift! Aber auch hier mahlen die Mühlen ja langsam. Viele Kinder brauchen auch Hilfe, die oft zu spät kommt!

  • 9 nrw-bürger 22.05.2019, 18:33 Uhr

    Der Lehrer ist souverän. Wirklich gut. Aber die Schüler müssen weg von der Schule und ein Strafverfahren bekommen. Weder für die Klasse noch für die Lehrer ist es zumutbar, weiter mit diesen Typen arbeiten zu müssen.

  • 8 Wassertrinker 22.05.2019, 15:37 Uhr

    Normal ist das Alles nicht. Nicht normal ist die Verabredung zur Tat. Überraschend ist die Reaktion des Lehrers nach der Tat. Ob in diesem brutalen Plan die ganze Wahrheit ans Licht kommt? Zweifel bleiben.

  • 7 Günter 22.05.2019, 13:11 Uhr

    Also zu aller erst ein mal alle Achtung diesen Lehrer gegenüber. Weiter denke ich für diesen Lehrer sind diese Schüler ja keine Unbekannten. Ich denke er kennt deren Probleme sehr genau. Und das es da wirklich keine Strafprozess geben wird halte ich für unwahrscheinlich. Da müsste es schon einen intensiven Austausch und Klärungsprozess zwischen diesen Schülern, den Lehrer und der Schule geben.

    Antworten (1)
    • nrw-bürger 22.05.2019, 18:36 Uhr

      Austausch? Klärung? Hier ist meiner Meinung nach zuerst der Staatsanwalt dran. Wie im Job auch ist es weder für Schüler noch für Lehrer zumutbar, weiter mit derartigen Leuten zu arbeiten. Die müssen woanders zur Schule gehen. Im Job wäre man auch weg. Fristlos. Sowas geht nicht. Auch wenn der Lehrer sehr großzügig ist - unser Staat darf es nicht sein.

  • 6 EUROPASTOLZ 22.05.2019, 12:57 Uhr

    Tscha, das passt wohl einigen nicht ins völkisch nationalistische Weltbild. Ein Angegriffener lässt sich nicht für Hetze missbrauchen. Ein wirklich feiner Zug dieses Mannes, der sich nicht vor einen (Wahlkampf-) Karren spannen lässt. Es gab schon immer Angriffe von Schülern gegenüber Lehrern. Das ist kein "Kleinreden" von realen Problemen, aber ich wende mich gegen verallgemeinernd rassistische und herabwürdigende Äußerungen in diesem Zusammenhang! Insgesamt sind Straftaten im Bereich der Tötungsdelikte auf einem absoluten Nierdrigstand in unserem Land. Was also soll unsere Politik und Justiz da falsch gemacht haben? Im Gegenteil: Eine Justiz die zeigt, dass man sich auf Recht und Gesetz verlassen kann, trägt viel mehr zu gewaltfreiem Austragen von Interessenskonflikten bei, als eine noch so martialisch auftretende Polizei und "Rachejustiz". Einfach mal den Ländervergleich auf Wikipedia ansehen und nur mal USA und Deutschland vergleichen - der Unterschied ist frappierend!

  • 5 Samuel 22.05.2019, 12:04 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 4 Martin Schlömer 22.05.2019, 11:44 Uhr

    Ein Zeichen von Größe, dass dieser Lehrer uns allen damit gibt! Hut ab!

  • 3 Bemerkenswert 22.05.2019, 11:36 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 2 moeschtijall 22.05.2019, 11:01 Uhr

    Rechter Rand?!? Aber sich selbst fragen: wieso, weshalb, weswegen und woher?!? wird man doch wohl noch dürfen? Und gewisse Statistiken sprechen ja auch eine eigene Sprache...so sie denn ganzheitlich, ordentlich und ehrlich erstellt werden!

  • 1 Leon 22.05.2019, 09:28 Uhr

    Die Schüler haben nach Presseberichten nach dem Rückzug von der Tat gleich die nächste Attacke auf den Lehrer geplant. Diese Meldung kam übrigens von der Polizei. Aber man verzichtet auf eine Inhaftierung, auf ein Strafverfahren. Jedem eine 2. Chance und sei es nur, um die nicht ausgeführte Tat doch noch zu begehen. Bei dieser laschen Vorgehensweise der Justiz ist mir übrigens egal, ob die Beschuldigten einen Migrationshintergrund oder keinen hatten. Was sich in Deutschland abspielt, erinnert nur noch an eine Bananenrepublik.

    Antworten (4)
    • dobby.s 22.05.2019, 11:49 Uhr

      @Leon, woher haben Sie die Erkenntnis, dass man auf ein Strafverfahren verzichtet? Soweit ich weiß, ist der Vorwurf der zweiten Verabredung zum Mord erst durch die Ermittlungen (WhatsApp Chatverläufe) festgestellt worden. Und das wird selbstverständlich auch in einem Strafverfahren bewertet werden. Und die Haftgründe sind in Deutschland - im Gegensatz zu vielen anderen Ländern - streng begrenzt: Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr, Wiederholungsgefahr. Fluchtgefahr besteht, wenn die Person keine Bindungen im Land hat oder wenn so eine empfindliche Strafe zu erwarten ist, dass der Fluchtanreiz hoch ist. Verdunkelungsgefahr bedeutet, dass der Täter die Ermittlungen beeinträchtigt in dem er Beweise beseitigt oder Zeugen beeinflußt. Und Wiederholungsgefahr... Wir werden sehen, was das Verfahren gegen die drei Personen ergibt. Fürs erste bin ich von der Reaktion des Lehrers beeindruckt!

    • Dave 22.05.2019, 11:51 Uhr

      Es ist nicht leicht so eine Situation richtig einzuschätzen. Wer geht bei so jungen Menschen auch direkt von so einer kriminellen Energie aus. Es wird wohl ein Fall für die Forensik sein, nicht für den Knast.

    • Hoffmann,Olaf 22.05.2019, 12:24 Uhr

      Das gleiche habe ich auch gesagt.Was haben wir für eine Justiz?Das ist doch mehr als beschämend und lachhaft.Wenn du nicht rechtzeitig dein Strafmandat bezahlst,dann benommst du die volle Härte des Gesetzes zu spüren.Aber ein versuchter Mord wird nicht geahndet

    • Egon 22.05.2019, 12:30 Uhr

      Leider hast Du Recht