Lego-Brücke in Hagen kein Modell für ganz NRW

Lego-Brücke in Hagen kein Modell für ganz NRW

  • Brücke mehr als doppelt so teuer wie geplant
  • Schnelle Bauzeit von 100 Tagen eingehalten
  • Künftig soll im Einzelfall entschieden werden

Die sogenannte "Lego-Brücke", die in Hagen über die A 46 führt, war ein Pilotprojekt für ganz NRW. Es soll aber nun doch nicht landesweit Schule machen. Das hat das Land am Dienstag (11.06.2019) mitgeteilt.

100 Tage Bauzeit

An der Bauzeit liegt es nicht, dass das Projekt nicht auf das ganz Nordrhein-Westfalen ausgeweitet wird. Die Brücke war wie geplant nach 100 Tagen fertig, weil sie nur aus Fertigteilen zusammengesetzt werden musste - wie bei Lego, daher der Name.

Kosten aus dem Ruder gelaufen

Allerdings war das Projekt teurer als erwartet. Das liegt nach Angaben des Landesbetriebs StraßenNRW daran, das beim Bau neue, noch nicht erprobte Verfahren eingesetzt wurden und dabei Probleme auftraten, die Umplanungen erforderlich machten. So habe zum Beispiel ein 60 Tonnen schweres Fertigteil auf dem Kopf gestellt werden müssen, um es gießen und mit einer Stahlplatte versehen zu können.

Statt der vom Land veranschlagten 3,3 Millionen Euro betrugen die Kosten am Ende fast sieben Millionen Euro - also mehr als das Doppelte.

Deshalb heißt es bei StraßenNRW jetzt etwas verhalten: Man setze nicht grundsätzlich auf diese Bauweise, sondern teste auch noch andere und wolle künftig in jedem Einzelfall entscheiden. Nämlich ob die Vorteile einer Lego-Brücke - also kurze Bauzeit, weniger Sperrungen und Staus - den Preis wert sind.

Stand: 12.06.2019, 07:38

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