Ruhrkonferenz mit Fokus auf Bildung und Sicherheit

Ruhrkonferenz mit Fokus auf Bildung und Sicherheit

Von Christian Wolf

  • Laschet stellt Pläne für Ruhrkonferenz im Landtag vor
  • Schwerpunkt in Bereichen Bildung und Sicherheit
  • SPD und Grüne fordern einen Altschuldenfonds

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat am Mittwoch (25.04.2018) im Landtag seine Pläne für eine Ruhrkonferenz vorgestellt - und dafür Kritik einstecken müssen. Die Opposition warf ihm vor, keine konkreten Konzepte für den Strukturwandel im Revier zu haben.

Wehmut und Aufbruch

Laschet hatte mit Blick auf das Ende des Steinkohlebergbaus im Dezember von einer "historischen Zäsur" gesprochen. Trotz der "berechtigten Wehmut" brauche es "Signale des Aufbruchs". Dafür solle es auch die Ruhrkonferenz geben. Dort sollen Vertreter aus der Regierung und verschiedenen Bereichen des Ruhrgebiets gemeinsam Ideen erarbeiten.

Schlagabtausch zum Ruhrgebiet

WDR 5 Westblick - aktuell | 25.04.2018 | 04:06 Min.

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Schwerpunkt auf Bildung

Eine besondere Rolle sollen laut Laschet innovative Forschung, digitale Technologien, mehr Sicherheit und Bildung spielen. So werde mit 30 Talentschulen mit besonders gutem Personalschlüssel und optimaler Ausstattung beste Bildung in die schwierigsten Viertel gebracht. "Das ist unser Konzept für diese Region."

Kutschaty hätte mehr erwartet

25.04.2018. Thomas Kutschaty hält seine erste Rede .

SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty

Bei seinem ersten Auftritt als neuer SPD-Fraktionschef kritisierte Thomas Kutschaty Laschets Rede. "Dieses Floskel-Bingo hätten Sie uns besser erspart", sagte er und nannte die Ausführungen "ambitionslos" und "in weiten Teilen inhaltsleer".

Kutschaty forderte ebenso wie die Grünen einen Altschuldenfonds für finanziell klamme Ruhrgebietsstädte. Künftig müsse verhindert werden, dass Kosten des Sozialstaats strukturschwache Kommunen überfordern. Die AfD kritisierte, dass zu wenig Geld in den Bildungsbereich gesteckt werde.

Stand: 25.04.2018, 13:57