Laschet: Versäumnisse beim Gladbecker Geiseldrama

Carsten Sieling, Armin Laschet und Birgit Hone im Gedenken an die getötete Gladbeck-Geisel Silke Bischoff

Laschet: Versäumnisse beim Gladbecker Geiseldrama

  • 30. Jahrestag des Gladbecker Geiseldramas
  • Laschet und Sieling weisen auf Versäumnisse hin
  • Auch NRW soll Verantwortung übernehmen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Bremens Regierungschef Carsten Sieling (SPD) haben mit Blick auf das Gladbecker Geiseldrama vor 30 Jahren auf die vielen Versäumnisse im Zusammenhang mit dem Verbrechen hingewiesen.

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WDR 2 | 09.03.2018 | 03:31 Min.

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"Die 54 Stunden des Geiseldramas von Gladbeck stehen wie kein anderes Ereignis der Geschichte der Bundesrepublik für Grenzüberschreitungen durch Medien gepaart mit Fehlern von Menschen und staatlichen Behörden beim Umgang mit einem Verbrechen", sagte Laschet in einer am Donnerstag (16.08.2018) verbreiteten Pressemitteilung. 

Auch NRW muss Verantwortung übernehmen

Carsten Sieling, Armin Laschet und Birgit Hone legen an Silke Bischoffs Grab einen Kranz nieder

Die Angehörigen der Verstorbenen sowie die weiteren Opfer des Geiseldramas beklagten laut Laschet zu Recht die fehlende Übernahme von Verantwortung. "Es ist überfällig, dass auch Nordrhein-Westfalen seine Verantwortung wahrnimmt", so Laschet, der mit Sieling und Niedersachsens Europaministerin Birgit Honé (SPD) Kränze am Grab der getöteten Geisel Silke Bischoff im niedersächsischen Heiligenrode niederlegte.

Auch ein 15-jähriger Italiener wurde damals von einem der beiden Täter erschossen. Ein Bremer Polizist starb bei dem Einsatz durch einen Verkehrsunfall.

Stand: 16.08.2018, 16:30