NRW will Insektensterben genauer erforschen

NRW will Insektensterben genauer erforschen

  • Landesumweltamt startet Forschungsprojekt
  • Insektenvorkommen wird auf verschiedenen Flächen untersucht
  • Monitoring mit Tagfalter und Heuschrecken
  • 1.500 Insektenarten gefährdet oder ausgestorben

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Essen will genauer untersuchen, warum es immer weniger Insekten gibt. Ein entsprechendes Projekt hat das LANUV am Mittwoch (12.06.2019) vorgestellt. Geplant ist, die Insektenvielfalt und ihre Entwicklung landesweit einheitlich zu erfassen.

Um den Rückgang von Insekten genauer zu erforschen, werden in den kommenden drei Jahren Heuschrecken und Tagfalter gezählt. Dafür hat das Landesumweltamt ein landesweit einheitliches Verfahren entwickelt.

Tagfalter und Heuschrecken im Fokus

Tagfalter

Er soll Erkenntnisse liefern: Der Tagfalter

Die Tagfalter, eine Schmetterlingsart, wurden ausgewählt, weil die Forscher durch sie die besten Erkenntnisse über die Landschaft gewinnen können. Falter sind nämlich in mehreren Lebensräumen unterwegs: Einmal als Raupen am Boden und dann als Falter in der Luft. Zudem sind sie vor allem in Landschaften mit vielen Blumen unterwegs.

Heuschrecken dagegen sind auf Wiesen und Weiden zu finden. Um diese beiden Insektenarten zu zählen, sind jetzt Landschaftsökonomen in ganz NRW unterwegs. Die Ergebnisse des Monitorings sollen dabei helfen, den Insektenrückgang aufzuhalten.

Insektenvielfalt nimmt weiter ab

Insekten sind wichtig für die Natur, denn sie bestäuben Blüten und sind Nahrung für viele Lebewesen. Aber ihre Vielfalt nimmt ab: Dem LANUV sind derzeit mehr als 1.500 Insektenarten bekannt, die gefährdet oder ausgestorben sind. Wahrscheinlich sind es noch mehr, denn das genaue Ausmaß des Rückgangs ist bisher nicht umfassend erforscht.

Stand: 12.06.2019, 09:33

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