Festival der Künste: Ruhrtriennale 2018 gestartet

Festival der Künste: Ruhrtriennale 2018 gestartet

  • Ruhrtriennale startet Donnerstagabend
  • 16 Spielstätten im Ruhrgebiet
  • Migration und Vertreibung als Schwerpunkt vieler Künstler

An ehemaligen Orten des Bergbaus und der Stahlindustrie im Ruhrgebiet zeigt die Ruhrtriennale ab Donnerstagabend (09.08.2018) ein buntes Kulturprogramm rund um Theater, Musik, Schauspiel und Tanz. Bis zum 23. September stehen 120 Veranstaltungen auf dem Programm. Unter dem Motto "Zwischenzeit" bietet die Ruhrtriennale Konzerte, Ausstellungen, Film- und Theatervorführungen und Tänze an insgesamt 16 Spielstätten in Bochum, Dinslaken, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Gladbeck.

Auftakt im Duisburger Landschaftspark

Den Auftakt des Kulturfestivals am Donnerstag (09.08.2018) machte die indische Philosophin und Gender-Theoretikerin Nikita Dhawan im Duisburger Landschaftspark. In ihrer Rede sprach sie über Postkolonialismus und Migration - zwei Themen, die auch das Programm der Ruhrtriennale prägen.

Im Anschluss feiert William Kentridges neues Tanztheater "The Head and the Load" Deutschlandpremiere - ein Stück über die Rolle Afrikas im Ersten Weltkrieg. Ein Schwerpunkt ist der Themenkomplex Migration und Vertreibung. Das uraufgeführte Stück "The Factory" des syrischen Dramatikers Mohammad Al Attar befasst sich mit dem Krieg in dessen Heimatland, ein Thema das auch viele andere Künstler in diesem Jahr aufgreifen. Beteiligt an dem Kulturfestival sind mehr als 920 Künstler aus rund 30 Ländern.

"Die Ruhrtriennale war immer auch sehr politisch"

WDR 5 Morgenecho - Interview | 09.08.2018 | 05:19 Min.

Download

Streit mit neuer Intendantin Stefanie Carp

Vor der Eröffnung hatte die Ruhrtriennale mit einer Antisemitismus-Debatte um die Haltung der neuen Intendantin Stefanie Carp zu Israel für große Diskussionen gesorgt. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sagte seine Teilnahme an dem Kulturfestival daraufhin ab.

Am Donnerstag - noch vor dem Start der Ruhrtriennale - hat sich Stefanie Carp in einem ausführlichen Interview mit dem WDR zu der aktuellen Debatte geäußert.

Stand: 09.08.2018, 20:57