Prozess gegen Großfamilie in Essen: Kronzeuge sagt aus

Ehrenmord

Prozess gegen Großfamilie in Essen: Kronzeuge sagt aus

  • Brutaler Überfall auf jungen Syrer
  • Kronzeuge belastet Mitangeklagte
  • Pläne zu töten, köpfen und schlachten

Im Essener Prozess um den brutalen Überfall auf einen 19-jährigen Syrer hat am Mittwoch (06.03.2019) ein Kronzeuge seine Mitangeklagten schwer belastet. Er sagte, die Männer seien wie besessen gewesen, als sie im Mai vergangenen Jahres in einem Hinterhof in Essen auf ihr Opfer einschlugen.

Brutale Tötungspläne

Zwölf Mitglieder einer syrisch-kurdischen Großfamilie sitzen im Essener Landgericht auf der Anklagebank. Sie sollen den Tod ihres Landsmannes beschlossen haben, wegen seiner Beziehung zu einer verheirateten 18-jährigen Frau. Bei der Planung des Anschlags sei von Töten, Köpfen und Schlachten die Rede gewesen, sagte der Kronzeuge heute.

Bei der Tat habe ein Mann dann mit einer Holzlatte auf den Kopf des Opfers eingeschlagen, ein anderer habe ein Messer gezogen. Der 19-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt.

Prozessauftakt gegen Großfamilie in Essen 01:45 Min. Verfügbar bis 22.01.2020

Mutter der Frau offenbar Drahtzieherin

Die junge Frau sollte offenbar von den mutmaßlichen Tätern verschont werden. Die Mutter, die ihre Tochter als Ehebrecherin gesehen haben soll, gilt als eine der Drahtzieherinnen der Tat. Ein Urteil wird im Juli erwartet.

Stand: 06.03.2019, 15:36

Weitere Themen