Masken-Pausen: Recklinghäuser Krankenschwester scheitert mit Klage

Die Krankenschwester demonstriert mit Maske, Plakat und Fahne vor dem Arbeitsgericht in Herne.

Masken-Pausen: Recklinghäuser Krankenschwester scheitert mit Klage

Niederlage für eine Krankenschwester vor dem Arbeitsgericht in Herne. Sie hatte gegen ihre Versetzung von einer Covid-Station geklagt.

Kristin Zuber war von einer Intensivstation im Prosper Hospital in Recklinghausen auf eine Krebsstation versetzt worden. Sie hatte auf mehr Pausen gepocht, weil dort das Tragen von FFP-2 Masken Pflicht ist.

Das Gericht sieht Versetzung als richtig an

Die Krankenschwester fühlte sich strafversetzt, weil sie Forderungen nach mehr Pausen gestellt hatte. Das Gericht sieht die Versetzung der Frau auf eine andere Station aber als rechtmäßig an. Dadurch habe die Klinik den Sorgen der Frau über ihre Gesundheit Rechnung getragen, hieß es heute beim Arbeitsgericht. Denn auf der anderen Station muss sie die FFP2-Maske nicht durchgehend tragen, sondern kann sie zwischendurch kurz abnehmen. Die Krankenschwester hat angekündigt, gegen das Urteil vorzugehen und vor das Landesarbeitsgericht zu ziehen.

Mehr Maskenpausen gefordert

Kristin Zuber hatte Erholungsphasen in kürzeren Abständen gefordert - nach 75 Minuten Arbeit mit FFP2-Masken sollte es eine 30-minütige Maskenpause geben. In dieser Zeit wollte sie andere Arbeiten erledigen, die keine Maske erfordern.

Nach dieser Forderung wurde die Intensivkraft von der Covid-Station auf eine andere Station versetzt. Das wollte auch die Gewerkschaft nicht hinnehmen, sagt Marion Schäfer von Verdi im Ruhrgebiet. "Die Kollegin hat sich für ein Recht eingesetzt, für ihren Arbeits- und Gesundheitsschutz. Und das nicht nur für sich, sondern auch für alle anderen."

Gutes Stöffchen? FFP2-Masken aus Deutschland

WDR 5 Profit - aktuell 14.01.2021 05:04 Min. Verfügbar bis 14.01.2022 WDR 5


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Stand: 06.05.2021, 17:24