Bergung von 260-Tonnen-Kran in Duisburg beendet

Bergung von 260-Tonnen-Kran in Duisburg beendet

Von Christian Richter

  • Kran erfolgreich geborgen
  • Bergung früher als geplant beendet
  • Stelle wird noch mit Magnet "gereinigt"

Die Bergung des Krans im Duisburger Hafen ist am Donnerstag (18.04.2019) erfolgreich beendet worden. Der 260 Tonnen schwere Verladekran war durch Sturmtief "Eberhard" im März von der Hafenkante in den Rhein geweht worden.

Bergung bisher nicht möglich

Der Kran konnte nicht früher geborgen werden, da der Rheinpegel zu hoch stand. Außerdem lagen die beiden Schiffe mit den Spezialkränen in Vlissingen in den Niederlanden und brauchten etwa vier Tage für den Weg nach Duisburg.

Nachdem Stahlseile und Haken an dem unter Wasser liegenden Kran befestigt waren, konnte der 260-Tonnen-Koloss stückchenweise hochgehievt und schließlich auf die schwimmende Plattform, den sogenannten Ponton, gelegt werden. Das Kranwrack wird nun auf dem Wasserweg zum Schrottplatz gefahren.

Magnet sucht Grund ab

Die Bergungsarbeiten wurden schneller als geplant beendet; die Beteiligten sind mit dem Verlauf der "nicht allzu schweren Bergung sehr zufrieden." Allerdings muss der Grund des Rheins noch mithilfe eines Magnets auf Überbleibsel des Krans untersucht werden.

Die Kranbergung im Duisburger Hafen in Bildern

Von Christian Richter

Die Bergung des Krans im Duisburger Hafen ist erfolgreich beendet. Der 260 Tonnen schwere Verladekran war durch Sturmtief "Eberhard" im März von der Hafenkante in den Rhein geweht worden.

Kranbergung aus dem Rhein bei Duisburg

Für die Bergung wurden zwei Schiffe mit Spezialkränen benötigt, die selbst 200 und 300 Tonnen wiegen. Sie kamen in vier Tagen auf dem Wasserweg aus Vlissingen in den Niederlanden nach Duisburg.

Für die Bergung wurden zwei Schiffe mit Spezialkränen benötigt, die selbst 200 und 300 Tonnen wiegen. Sie kamen in vier Tagen auf dem Wasserweg aus Vlissingen in den Niederlanden nach Duisburg.

Auf dieser schwimmenden Plattform, einem sogenannten Ponton, soll der Kran aus dem Rhein abtransportiert werden. In der Vorbereitung wurden Holzbalken an den Auflageflächen deponiert, um die Plattform zu schützen.

Welche Kräfte während des Sturmtiefs "Eberhard" wirkten, zeigen die verbogenen Stahlträger und der Bereich, in dem ein Förderband stand; auch dieses wurde teilweise in den Rhein geweht.

Auch für die Mitarbeiter der Firma, deren Kran im Rhein liegt, war die Bergung interessant und emotional. "Gott sei Dank gab es keinen Personenschaden", so der Kranführer Aleksander De Kastrozza.

Als der Kran bereits aus dem Wasser ragt, werden die Stahlseile und Haken noch einmal nachjustiert.

Der Kran hängt minutenlang in der Luft, um eingelaufenes Wasser herauslaufen zu lassen.

In den über fünf Wochen, die der Kran im Wasser lag, hat er Rost angesetzt. Auch Teile der Beschichtung sind abgeplatzt.

Um die Schiffsplattform genau unter dem hängenden Kran zu positionieren, schiebt ein Schiff den Ponton zusätzlich an.

Die zuvor ausgelegten Holzbalken müssen für eine genaue Positionierung des Krans immer wieder verschoben werden...

... dafür werden auch unterstützende Holzklötze herangeschafft.

Die Bergung und Platzierung des Krans auf der schwimmenden Plattform konnten erfolgreich beendet werden. Im Anschluss wird der Wassergrund nach Überbleibseln des Krans untersucht - mithilfe eines Magnets von 50 Tonnen Tragkraft werden diese aus dem Rhein gezogen.

Stand: 18.04.2019, 18:11

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