Revier-Städte: Steag soll kommunal geprägt bleiben

Die Steag-Zentrale in Essen

Revier-Städte: Steag soll kommunal geprägt bleiben

  • Städtechefs planen "nachhaltige finanzielle Ausstattung"
  • Energiewende macht Steag zu schaffen
  • 1.000 Arbeitsplätze sollen wegfallen

Der Kraftwerksbetreiber Steag soll ein kommunal geprägtes Unternehmen bleiben. Das haben die Oberbürgermeister und Bürgermeister der sechs Ruhrgebietsstädte versichert, denen Steag gehört.

Die Städtechefs seien sich einig, in den kommenden Monaten "einen Prozess zur nachhaltigen finanziellen Ausstattung" des Unternehmens aufzusetzen, heißt es in einer am Mittwoch (31.01.2018) veröffentlichten Erklärung von Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU).

2016 betrug der Verlust von Steag 220 Millionen Euro

Dem Energieversorger machen vor allem die Energiewende und der damit einhergehende Verfall der Strom-Großhandelspreise zu schaffen. Im Geschäftsjahr 2016 fuhr Steag einen Verlust von 220 Millionen Euro ein. Das Unternehmen fährt einen Sparkurs, durch den bis 2020 bis zu 1.000 der gut 6.100 Steag-Jobs wegfallen sollen.

Außerdem hat Steag einen Teil seiner Fernwärme-Tochter für das Ruhrgebiet verkauft. Der Stromversorger gehört den Stadtwerken von Dortmund, Duisburg, Essen, Bochum, Oberhausen und Dinslaken.

Stand: 31.01.2018, 19:16