Dortmund: Streit um Zuschüsse für private Kitas

Dortmund: Streit um Zuschüsse für private Kitas

  • Privater Träger will Kita in Dortmund eröffnen
  • Seit 2011 trägt die Stadt einen Teil der Betriebskosten
  • Widerstand von Kirchen und Parteien

Die Kita Concept GmbH will an der Florianstrasse in Dortmund eine neue Kita eröffnen. Dadurch würden 85 neue Betreuungsplätze entstehen. Das soll der Kinder- und Jugendausschuss am Donnerstag (28.02.2018) genehmigen.

Es wäre die zweite Kita eines privaten Betreibers in Dortmund. Der Fall wird aber auch zu einer Grundsatzdebatte über eine besondere Kostenregelung der Kommune genutzt.

Seit 2011 trägt die Stadt einen Teil der Betriebskosten

Schon 2011 hatte der Dortmunder Rat entschieden, den Teil der Betriebskosten zu übernehmen, den sonst der Träger der Kindertagesstätte zu zahlen hätte. Damit sollte ein Anreiz geschaffen werden, mehr Kitas zu eröffnen. Denn es fehlen hunderte Betreuungsplätze für Kinder. Unter anderem die evangelische Kirche hat seitdem sechs neue Kitas in Betrieb genommen.

Widerstand von Kirchen und Parteien

Der Betriebskosten-Bonus gilt aber nur für neue Kitas, nicht für die schon bestehenden Einrichtungen. 2,1 Millionen Euro zahlt die evangelische Kirche zur Zeit aus eigenen Mitteln für rund 50 weitere Kitas. "Es muss Chancengleichheit für alle gelten", sagt darum Pfarrer Jochen Schade Homann. Private Betreiber würden sich die Rosinen herauspicken.

Ähnlich sehen es Politiker von SPD, Linken und den Piraten. Sie wollen, dass nur Wohlfahrtsverbände oder kirchliche Träger den Zuschuss bekommen. Denn sie befürchten, dass die privaten Träger nur auf Profit aus sind. In Wuppertal betreibt die Kita Concept GmbH bereits acht Einrichtungen.

Stand: 28.02.2019, 10:47