Kostenlose Verhütungsmittel für Frauen in Bochum

Verhütungsmittel - Antibabypille

Kostenlose Verhütungsmittel für Frauen in Bochum

  • Antrag für kostenfreie Verhütungsmittel
  • Stadtverwaltung Bochum prüft Umsetzung des Vorhabens
  • EN-Kreis hat den Fonds dieses Jahr aufgestockt

In Bochum sollen Frauen mit wenig Einkommen kostenfreie Verhütungsmittel erhalten. Das fordern SPD und Grüne. Um einen entsprechenden Antrag ging es am Mittwochnachmittag (05.12.21018) in einer Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Die Stadtverwaltung soll prüfen, wie und ob eine Kostenübernahme möglich sei.

Wer wenig Einkommen hat, kann sich Verhütungsmittel oft nicht leisten. Zwar bekommen Frauen, die Sozialleistungen beziehen, für Verhütungsmittel monatlich rund 15 Euro. Das ist laut der Beratungsstelle Pro Familia aber oft zu wenig. Denn viele Spiralen oder Antibabypillen kosteten deutlich mehr.

Kostenfreie Verhütung gut angenommen

In Dortmund, im Kreis Viersen und im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es bereits Fonds, die kostenfreie Verhütungsmittel für Frauen anbieten. Der EN-Kreis hat einen Fonds im Dezember 2015 eingerichtet und diesen Anfang des Jahres von 25.000 auf 40.000 Euro pro Jahr erhöht.

Auch in Marl, Recklinghausen und Gladbeck ist die Nachfrage groß. Dort wurden 2017 Modellprojekte gestartet, die verschreibungspflichtige Verhütungsmittel finanzieren. Ziel ist es, den Frauen die Verhütungsmethode ihrer Wahl zu ermöglichen, um ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden.

Stand: 05.12.2018, 10:07

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