Stadt Wetter veröffentlicht Zahlen zu Klimafolgen

Erste Bilanz der Sturmschäden

Stadt Wetter veröffentlicht Zahlen zu Klimafolgen

  • 300.000 Euro Versicherungsschäden im Jahr 2016
  • Feuerwehreinsätze steigen durch Stürme an
  • Immer mehr Bürger schützen ihre Häuser

Die Stadt Wetter hat zusammen mit dem Verein "Lokale Agenda 21" aufgelistet, welche Kosten der Klimawandel vor Ort verursacht. 2016 betrugen Versicherungsschäden an Gebäuden in Wetter nach Sturm oder Starkregen über 300.000 Euro. Für den Hochwasserschutz hat die Stadt 16.000 Euro investiert.

Die Zahlen sollen zeigen, dass der Klimawandel in der eigenen Stadt spürbar ist. Denn die Tendenz bei den Versicherungsschäden nach extremen Wettereignissen steigt laut Verein an. Auch die Feuerwehreinsätze werden durch Stürme oder Überflutungen immer mehr.

Zahlen zeigen Wirkung

Klaus-Dieter Röllke von der Lokalen Agenda 21 erkennt bei den Bürgern bereits eine Sensibilisierung, besonders was den Hochwasserschutz an der Ruhr angeht: "Es wird zum Beispiel mit Abschottungsinstallationen, Saugpumpen oder mit Sandsäcken, die man sich in die Ecke legt, Vorsorge getroffen."

Berichte zum Thema "Klimafolgenaufwand" für Kommunen sind sehr selten. Außer in Wetter gibt es sie nur noch in Ennepetal und in einem Dorf in Oberbayern. Es gebe aber immer mehr Kommunen und Organisationen, die sich bei der Lokalen Agenda 21 in Wetter erkundigen, um ähnlich tätig zu werden.

Stand: 20.02.2018, 08:08