Dortmunder Weihnachtsbaum bekommt Konkurrenz aus Herne

Dortmunder Weihnachtsbaum bekommt Konkurrenz aus Herne

  • Größter Weihnachtsbaum der Welt in Dortmund und Herne
  • Herne plant größten mobilen Weihnachtsbaum
  • Dortmund zeigt größten natürlichen Weihnachtsbaum

In Herne-Crange soll auf der Weihnachts-Kirmes eine 45 Meter hohe Tanne stehen. Damit wäre sie genauso hoch wie der Dortmunder Weihnachtsbaum. Aber es gibt Unterschiede.

In Herne soll im November der "höchste mobile Weihnachtsbaum der Welt" auf dem Cranger Kirmesgelände aufgestellt werden. Es handelt sich um eine künstliche Tanne, die 80 Tonnen schwer ist. Und: Sie steht oben auf einem zweistöckigen Verkaufsstand, beleuchtet durch zwei Millionen LED Lampen.

Dortmunder Schausteller bleiben gelassen

Der größte Weihnachtsbaum der Welt in Dortmund dagegen sieht aus wie ein einziger, großer Baum, besteht aber aus über 1700 Fichten aus dem Sauerland.

Bei Patrick Arens vom Dortmunder Schaustellerverband sorgen die Pläne aus Crange für Kopfschütteln. Er verweist am Dienstag (09.10.2018) darauf, dass Dortmund nicht nur mit dem größten natürlichen Weihnachtsbaum punktet. "Wir setzen auf beschauliche, ruhige Weihnachten. In Crange wird da mehr der Eventcharakter im Vordergrund stehen."

Der höchste Weihnachtsbaum der Welt

Von Michael Lange & Martin Winkelheide

In Dortmund entsteht der höchste Weihnachtsbaum der Welt. Er soll aussehen wie ein einziger großer Baum, besteht aber aus 1.700 Fichten, die auf ein Gerüst montiert werden. Die Leo 2 Go-Reporter sind mit dabei.

Bau des Dormunder Weihnachtsbaumes

Zunächst entsteht auf dem Dortmunder Hansaplatz ein riesiges Gerüst. Es steht auf einem Sandbett. Gehalten wird es von 60 Tonnen Betongewichten und 60 Tonnen Trägern. Ketten, die das Gerüst mit der Basis verbinden, sorgen dafür, dass der 45 Meter hohe Riese auch bei Sturm nicht umkippt.

Zunächst entsteht auf dem Dortmunder Hansaplatz ein riesiges Gerüst. Es steht auf einem Sandbett. Gehalten wird es von 60 Tonnen Betongewichten und 60 Tonnen Trägern. Ketten, die das Gerüst mit der Basis verbinden, sorgen dafür, dass der 45 Meter hohe Riese auch bei Sturm nicht umkippt.

Der Weihnachtsbaum besteht aus 1.700 Rotfichten, die eigens für ihn im Sauerland gewachsen sind. Jeder Baum ist etwa drei Meter hoch, wird zunächst angespitzt und dann mit Schellen am Gerüst befestigt. Ohne Sicherheitsausrüstung geht nichts auf dem hohen Gerüst.

Heinz Kohlmann (rechts) ist von Anfang dabei. Der Bauleiter und Prokurist der Firma Weise nimmt die beiden Leo 2 Go-Reporter Michael Lange (links) und Martin Winkelheide (Mitte) mit ins Innere des Dortmunder Weihnachtsbaums. Sie schaffen es immerhin auf 26 Meter Höhe.

Auf dem Gerüst wimmelt es von Stangen und Rohren für die Sprinkleranlage. Sie befeuchtet die Bäume bei Bedarf und liefert bei einem eventuellen Brand 3.600 Liter Wasser pro Minute. Im Innern des Baumes ist alles verkabelt. Jede Lichterkette braucht ihre eigene Steckdose.

Gerüstbauer Peter Buchta ist seit 15 Jahren dabei. Höhenangst kennt er nicht, wenn es mit der Hebebühne nach oben geht: "Das Wackeln beginnt erst, wenn man über den Dächern ist", warnt er seine Begleiter.  

Beim Schmücken kommt es auf die richtige Verteilung an. Jede der 240 Lichterketten mit wetterfesten LED-Leuchten muss genau an den richtigen Ort. Im Prinzip sind es eher Lichterschlaufen, denn Anfang und Ende der Kette verschwinden an der gleichen Stelle hinter den Bäumen und enden in einer Steckdose. Kabelsalat muss unbedingt vermieden werden.  

Besondere Schmuckstücke am Dortmunder Weihnachtsbaum sind die eigens angefertigten drei Meter großen Kerzen. Große Weihnachtsbäume brauchen große Kerzen.

Die Elektriker haben alles vorbereitet. Nun können die Kerzen am Baum befestigt werden.

Immer wieder schaut ein Helm aus dem Dickicht hervor. Nachdem die Kerze hängend an der Hebebühne nach oben geschwebt ist, muss ein gesicherter Gerüstbauer sie an der vorgesehenen Stelle am Gerüst befestigen.

Alle Kabel müssen richtig angeschlossen sein. Denn wenn am 23. November der Oberbürgermeister von Dortmund auf den roten Knopf drückt, sollen alle Kerzen leuchten.

Zum Schmücken müssen die Gerüstbauer auf ihren Hebebühnen jeden Teil des Baumes erreichen. Ganz oben hilft der Kran.

Seine endgültige Höhe von 45 Metern erreicht der Dortmunder Weihnachtsbaum erst, wenn mit Hilfe des Krans der Engel auf der Christbaumspitze befestigt wurde.

So sieht der Dortmunder Weihnachtsbaum aus, wenn die Lichter an sind. Sie leuchten bis Ende Dezember.

Stand: 10.10.2018, 08:36