Ruhrgebietskommunen wehren sich gegen Vorwürfe aus Berlin

Ende eines Auspuffrohrs, darunter ein Schild Diesel-Fahrverbot, daneben das Verkehrschild "Durchfahrtsverbote für Kraftwagen", über allem Rauchschwaden

Ruhrgebietskommunen wehren sich gegen Vorwürfe aus Berlin

  • Kommunen wehren sich gegen Vorwürfe aus Berlin
  • Bundesverkehrsminster hatte Städte für Fahrverbote verantwortlich gemacht
  • OB Baranowski: "Scheuer versucht vom eigenen Versagen abzulenken"

Die Städte üben massive Kritik an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Er hatte die Kommunen für die drohenden Dieselfahrverbote verantwortlich gemacht, da ihre Luftreinhaltepläne veraltet seien. Die Drohung Fördergelder zu streichen, kann die Stadt Essen nicht nachvollziehen.

Kommunen: Bundesverkehrsminister übers Ziel hinausgeschossen

Gelsenkirchens OB Frank Baranowski

Gelsenkirchens OB Frank Baranowski

Stadtsprecherin Silke Lenz sagte, wenn Scheuer noch einmal in sich gehe, werde er feststellen, dass er damit nicht ganz richtig liege. "Zum einen ist das Land für die Luftreinhaltepläne verantwortlich, zum anderen ist in Essen bemerkenswert, dass es auch um mögliche Dieselfahrverbote auf einer Bundesautobahn geht", sagte Lenz.

Auch Gelsenkirchens Oberbürgermeister Baranowski findet, dass der Bundesverkehrsminister über das Ziel hinaus geschossen sei. Scheuer versuche vom eigenen Versagen abzulenken, sagt er. Vom kommenden Sommer an sollen Dieselfahrverbote für eine Hauptstraße in Gelsenkirchen und weite Teile von Essen in Kraft treten.

Fahrverbot in Essen - was nun? WDR aktuell 16.11.2018 02:05 Min. Verfügbar bis 16.11.2019 WDR Von Nils Rode

Stand: 23.11.2018, 07:56

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