Kohleausstieg: Aus für Kraftwerk Datteln 4?

Baustelle von Block 4 des Kraftwerks Datteln

Kohleausstieg: Aus für Kraftwerk Datteln 4?

  • Bisheriger Plan: 2020 Start von Datteln 4
  • Kohlekommission empfiehlt Ausstiegs-Verhandlungen
  • Uniper will Klarheit über Zukunft

Für das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 könnte Schluss sein, noch bevor der mehr als 1,5 Milliarden teure Bau überhaupt in Betrieb gegangen ist. Nachdem die Kommission den Kohleausstieg bis 2038 empfohlen hat, will der Energieversorger Uniper Klarheit für sein Steinkohlekraftwerk in Datteln. Der Vorstand der Uniper-Kraftwerke, Eckhardt Rümmler, forderte am Samstag (26.01.2019) "substantielle Gespräche".

Pannen verzögerten Inbetriebnahme immer wieder

Datteln 4 ist das einzige noch im Bau befindliche große Steinkohlekraftwerk in Deutschland. Eigentlich sollte das Kraftwerk bereits 2011 in Betrieb genommen werden. Aber durch einen zwischenzeitlichen Baustopp, der durch Klagen erreicht wurde, und Schäden an der Kesselanlage verzögerte sich der Start immer wieder. Jetzt soll Datteln 4 2020 ans Netz gehen.

Ausstieg wohl eine Frage der Entschädigung

Aber genau das, ist wegen des geplanten Kohleausstiegs 2038 fraglich. Die Kohlekommission empfiehlt jedenfalls für bereits gebaute, aber noch nicht in Betrieb gegangene Kraftwerke, "eine Verhandlungslösung zu suchen, um diese Kraftwerke nicht in Betrieb zu nehmen". Der Kraftwerksbetreiber Uniper begrüßte, dass die Kommission ihre Arbeit konstruktiv zum Ziel gebracht habe.

Aber Eckhardt Rümmler betonte, dass es energie- und klimapolitisch nicht sinnvoll sei, "das modernste Kraftwerk nicht ans Netz zu bringen und dafür alte deutlich stärker CO2-ausstoßende Kraftwerke weiter zu betreiben". Am Ende dürfte der Ausstieg für Uniper eine Frage des Geldes sein.

Der Kompromiss zum Kohleausstieg

WDR 5 Morgenecho - Medienschau 28.01.2019 03:41 Min. WDR 5

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Stand: 28.01.2019, 07:56