Bergleute wollen Entschädigung für Kohledeputat

Jörg Werner bei einem Rundgang in der Zeche, die nun schließt.

Bergleute wollen Entschädigung für Kohledeputat

  • Bergleute wollen Entschädigung für Gratis-Kohle
  • Gericht Hamm verhandelt
  • Aber: Ende des Kohledeputats im Tarifvertrag geregelt

Es ist eine alte Tradition: Bergleute haben zusätzlich zu ihrem Lohn das sogenannte Kohledeputat erhalten. Dieses konnten sie sich als Gratis-Kohle oder als Energiebeihilfe auszahlen lassen.

Doch mit dem Ende der Kohle-Ära fallen diese Bezüge weg. Kumpel und ihre Angehörigen ziehen deshalb vor Gericht.

Abfindung oder Energiebeihilfe

341 Berufungsverfahren liegen beim Landesarbeitsgericht in Hamm vor. Vielfach wollen die Bergleute eine höhere Abfindung oder Energiebeihilfe als Ausgleich erhalten, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch (07.11.2018) berichtete.

Gericht befürwortet Regeln aus Tarifvertrag

Ursprünglich waren es 460 Verfahren gewesen. Einige Bergleute zogen ihre Klagen jedoch zurück - denn die Chancen auf Erfolg stehen schlecht.

2015 wurde ein Tarifvertrag verhandelt. Darin wurde vereinbart, dass der Essener Bergwerksbetreiber RAG das Kohledeputat - auch Hausbrand genannt - Anfang 2019 einstellt. Das Gericht hat bereits deutlich gemacht, dass es gegen diese Regeln keine Einwände hat.

Stand: 07.11.2018, 08:19