Klimaprojekt: Weniger Fleisch in Bochumer Seniorenheim

Älterer Mann isst in Seniorenheim

Klimaprojekt: Weniger Fleisch in Bochumer Seniorenheim

  • Ein vegetarischer Tag und kleinere Fleischportionen
  • Ebenfalls Thema: Müllvermeidung und Stromverbrauch
  • AWO bekommt teils heftige Kritik für das Projekt

In einem Bochumer Seniorenheim der Arbeiterwohfahrt wird wegen eines Klimaprojekts weniger Fleisch serviert. Dadurch soll CO2 eingespart werden.

In dem Heim gibt es deswegen einen vegetarischen Tag pro Woche und die Fleischportionen werden etwas kleiner. Alles auf freiwilliger Basis, wie die AWO betont.

Deutschlandweites Klimaprojekt

Das Bochumer Altenheim nimmt an dem Projekt "Klimafreundlich pflegen" teil, das in über 40 Einrichtungen deutschlandweit läuft, unter anderem auch in Bottrop, Dinslaken und Recklinghausen.

Weltklimarat fordert zu weniger Fleischkonsum auf

WDR aktuell - Der Tag 08.08.2019 10:18 Min. Verfügbar bis 07.08.2020 WDR 3

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Neben der Reduzierung von Müll und der Senkung des Energieverbrauchs können auch kleinere Fleischportionen zu dem Konzept gehören.

Beschimpfungen per Mail

Das hatte der AWO in den sozialen Medien heftige Kritik eingebracht. Auf Facebook warfen User der Einrichtung vor, alte Leute "aushungern" zu lassen.

Zudem habe es auch Beschimpfungen per Mail gegenüber den Bochumer Pflegekräften gegeben, so die AWO. Diese seien von den Reaktionen sehr geschockt.

Viel CO2 durch Fleischproduktion

Die AWO weist in einer Erklärung die Vorwürfe zurück: "Unsere Speisepläne orientieren sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung."

Laut AWO produziert jeder Heimbewohner im Jahr acht Tonnen Kohlenstoffdioxid. Die Pariser Klimaziele geben aber vor, dass jeder Mensch nur eine Tonne produzieren sollte. Mit weniger Fleischkonsum wolle man diesem Ziel näher kommen.

Fleischverzicht, Flugscham, CO2-Steuer: Was hilft dem Weltklima wirklich? Presseclub 11.08.2019 56:53 Min. UT Verfügbar bis 11.08.2020 Das Erste

Stand: 28.01.2020, 12:36