Klima-Experten aus aller Welt in Bottrop

Klima-Experten aus aller Welt in Bottrop

  • Internationale Klimakonferenz im Ruhrgebiet
  • Aufforderung: Städte müssen noch viel mehr tun
  • Projekte in Bottrop als Vorbild

Städte und Kommunen machen bislang noch zu wenig klimafreundliche Politik. Das kritisierten Umweltakteure auf einer internationalen Klimakonferenz am Mittwoch (28.08.2019) in Bottrop. Dabei gebe es für Städte relativ leichte Möglichkeiten, so die Experten.

Zu der Konferenz kamen mehrere hundert Umweltexperten unter anderem aus China, Russland und den USA ins Ruhrgebiet. Auch NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) war dabei.

Modellprojekt als internationales Vorbild

Ein Fokus der Veranstaltung lag auf privaten Wohnhäusern: Wer sein Haus nach neuesten Vorgaben modernisiert, schützt das Klima besonders wirksam. Das zeigt sehr eindeutig das Modellprojekt "Innovation City" in Bottrop, das inzwischen weltweit Beachtung findet, wie auf der Konferenz deutlich geworden ist.

Hausbesitzer in Bottrop wurden intensiv beraten, sodass in Bottrop überdurchschnittlich viele Fenster getauscht, Dächer und Wände isoliert und Solaranlagen montiert wurden. Bürger sparen so Geld und Energie.

Öko-Routine Quarks 19.03.2019 04:16 Min. UT Verfügbar bis 19.03.2024 WDR Von Reinhart Brüning

Durch finanzielle Anreize zu überzeugen, sei das A und O für eine gelungene Klimapolitik. Die Kosten für die Städte blieben überschaubar.

Bottrop schon seit Jahren Vorreiter

In Bottrop laufen unter dem Projektnamen "Innovation City" schon seit einigen Jahren Klimaprojekte, mit denen die Stadt Vorbild in Sachen Klimaschutz sein will. Neben der Sanierung von Gebäuden geht es zum Beispiel auch um neue Mobilität.

Dazu gehört etwa die Etablierung von Dienstfahrrädern und Elektrobussen. Und auch kleinere Projekte sorgen für Aufsehen, wie die sogenannten "Wanderbäume" - kleine Bäume in Töpfen, die in der Bottroper Innenstadt an verschiedenen Orten aufgestellt werden, um dort mehr Sauerstoff zu spenden.

Stand: 28.08.2019, 16:08