Herner Schule muss bei Klassenfahrt doch auf 3G-Regel setzen

Symbolbild: Eine Corona-Schutzmaske hängt an einem Stuhl in einem Klassenzimmer

Herner Schule muss bei Klassenfahrt doch auf 3G-Regel setzen

Die Mont-Cenis-Gesamtschule in Herne wollte nur Schüler bei einer Klassenfahrt in die Schweiz mitfahren lassen, die geimpft oder genesen sind. Die Bezirkregierung hat das jetzt aber verhindert.

Die Gesamtschule muss jetzt zurückrudern. Die Bezirksregierung hat die Schule am Mittwoch darüber informiert, dass auch Schüler, die einen negativen Corona-Test vorlegen, mit auf die Skifreizeit fahren dürfen.

Hälfte der Schüler noch nicht geimpft

Nach der 2G-Regelung hätte die Hälfte der Jahrgangsstufe zuhause bleiben müssen. Laut Gewerkschaft GEW war die Mont-Cenis-Gesamtschule wohl die erste Schule an Rhein und Ruhr, die für Klassenfahrten zur 2G-Regel greifen wollte. Wer nicht geimpft oder genesen ist, sollte nicht mit zum Skifahren in die Schweiz dürfen.

Diese Entscheidung der Schule ist laut Bezirksregierung aber "nicht korrekt". "Sie ist möglicherweise durch eine missverständliche Kommunikation zwischen Schule und Schulaufsicht entstanden. Dies ist sehr bedauerlich."

Unterkunft sorgt für Sicherheitsbedenken

Silke Reimann-Pérez sitzt vor vielen Zetteln am Schreibtisch und lächelt in die Kamera

Die Schulleiterin der Herner Gesamtschule, Silke Reimann-Pérez, hatte ihre Entscheidung damit begründet, dass nur mit der 2G-Regel die Sicherheit der Kinder gewährleistet sei.

Auf der Skifreizeit teile sich die Gesamtschule eine Unterkunft mit Kindern einer anderen Schule. Das sei ein zusätzliches Infektionsrisiko.

"In der achten Klasse ist man 12 und älter und kann sich impfen lassen. Ich habe mich natürlich auch rückversichert bei unserem Dezernenten - und er sagte, er trage das mit. Genau so wie die Schulpflegschaftsvorsitzende", sagt Reimann-Pérez.

Auch das Landes-Schulministerium sieht das anders: Eine Klassenfahrt dürfe nicht vom Impfstatus abhängig gemacht werden. Ob die Klassenfahrt nun mit einer 3G-Regelung stattfinden wird, ist dem WDR nicht bekannt. Auf Nachfrage hieß es, dass sich die Schule nicht weiter zu dem Sachverhalt äußern möchte.

Stand: 22.09.2021, 15:49