Essener Drogenhändler soll ausgewiesen werden

Fund: 330 Kilogramm Heroin sichergestellt

Essener Drogenhändler soll ausgewiesen werden

  • Syrer schmuggelte rund 500 Kilogramm Heroin
  • Mann hat deutsche Ehefrau und zwei Kinder
  • Ausweisung geplant, sobald Syrien als sicher gilt

Ein syrischer Drogenhändler aus Essen hat am Donnerstag (11.04.2019) vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gegen seine Abschiebung aus Deutschland geklagt. Der 40-jährige Mann sitzt seit 2015 in Haft. Er lebte bereits seit 2001 in Essen und wurde wegen Drogenschmuggel zu elf Jahren Haft verurteilt.

Der Syrer hatte unter anderem 330 Kilogramm Heroin in einem Laster voller Gurken versteckt. Dabei handelt es sich um die größte Einzelmenge, die bis dahin in Deutschland sichergestellt wurde. Insgesamt konnten bei dem Mann 500 Kilogramm Heroin beschlagnahmt werden. Er soll sich von dem illegal verdienten Geld unter anderem Appartements in der Türkei gekauft haben.

Der Mann ist mit einer Deutschen verheiratet und hat zwei Kinder. Dennoch hat das Gericht die Ausweisung für rechtmäßig erklärt, weil es sich um Drogenhandel um großen Ausmaß handelt. Die Ausländerbehörde kann den Syrer während der Haft abschieben, sobald sein Heimatland als sicher gilt.

WDR Nachrichten: Syrer klagt gegen Ausweisung

00:44 Min. Verfügbar bis 11.04.2020

Stand: 11.04.2019, 14:17