Recklinghäuser klagen erfolgreich gegen A43-Ausbau

Autos im Stau auf einer Autobahn

Recklinghäuser klagen erfolgreich gegen A43-Ausbau

  • A43-Ausbau zurück zum Oberverwaltungsgericht
  • Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat das entschieden
  • Anwohner fordern veränderte Trassenführung

Das Oberverwaltungsgericht in Münster muss sich erneut mit dem Lärmschutz an der A43 in Recklinghausen beschäftigen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstagabend (15.02.2018) entschieden.

Anwohner in Recklinghausen hatten gegen das Land Nordrhein-Westfalen geklagt. Sie bezweifeln die Verkehrs- und Lärmprognosen und verlangen eine veränderte Trassenführung - etwas weiter weg von ihren Häusern. Mit der Forderung nach mehr Abstand waren die Kläger in den ersten Instanzen gescheitert, beim Lärmschutz aber nicht.

Grafik zum A43-Ausbau

Um den roten Autobahn-Abschnitt wird vor Gericht gestritten

Sie bemängelten, dass die Autobahnbauer beim A43-Ausbau in Recklinghausen auch den Lückenschluss der A52 von Gladbeck nach Essen unterstellt haben. Der würde die A43 entlasten, die Lärmschutzmaßnahmen könnten geringer ausfallen. Die Kläger argumentierten, dass aber niemand wisse, ob und wann der A52-Lückenschluss komme. Außerdem müsse das Gericht in Münster überprüfen, ob es bei der Genehmigung des 6-spurigen Ausbaus in Recklinghausen wesentliche Verfahrensfehler gegeben habe, so das Bundesverwaltungsgericht.

Stand: 16.02.2018, 09:16