Kläranlage in Bergkamen filtert PCB aus Grubenwasser

Kohleschacht mit Bergarbeitern und Grubenwasser am Boden, Symbolbild

Kläranlage in Bergkamen filtert PCB aus Grubenwasser

Von Peter Lautsch

  • Testbetrieb auf Bergwerk in Bergkamen
  • Giftiges PCB fließt mit Grubenwasser in Flüsse
  • Fläche für Großanlage vorhanden

Die RAG hat eine Kläranlage in Betrieb genommen, die das Gift PCB aus dem Grubenwasser filtern soll. PCB steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Mehrere Monate lang soll die Anlage auf dem stillgelegten Bergwerk Haus Aden in Bergkamen nun testen, wie man das Grubenwasser klären kann. Das PCB, das in der neuen Kläranlage herausgefiltert wird, müsste als Sondermüll entsorgt werden.

Wenn die Tests erfolgreich sind, dann könnten große Anlagen gebaut werden. Sie sollen dann das PCB auch aus dem Grubenwasser von anderen stillgelegten Zechen herausfiltern. In Bergkamen hat sich die RAG dazu bereits eine Fläche gesichert.

Grubenwasser belastet die Flüsse

Die RAG pumpt das Grubenwasser aus fast eintausend Meter Tiefe in die Lippe und auch in die Rhein-Zuflüsse Emscher und Ruhr. Es ist mit PCB belastet, weil der Giftstoff in den Bergbaumaschinen unter Tage im Einsatz war. Als Zusatz wurde PCB dem Maschinenöl beigefügt, damit das Öl so schwerer entzündbar wird. Aber auch in Elektro-Transformatoren gab es zehntausende Tonnen PCB.

Stand: 07.11.2018, 06:00