Aktienkonzern will Kita in Dortmund eröffnen

Garderobe in einer Kindertagesstätte

Aktienkonzern will Kita in Dortmund eröffnen

Von Sonja Gerhardt

  • 83 Plätze in Dortmund geplant
  • Schon zwei Einrichtungen in Wuppertal
  • Kritik von Wohlfahrtsverbänden

Eine geplante Kita in Dortmund sorgt für Diskussionen. Denn hinter dem gemeinnützigen Träger steht ein Aktienkonzern. Dessen Tochtergesellschaft plant, 83 Kindergartenplätze einzurichten. Laut Dortmunder Jugendamt bringt der private Träger alle Voraussetzungen für den Kita-Betrieb mit.

Kita-Träger anerkannt

Die Step Kids GmbH ist als gemeinnütziger Träger anerkannt. Das Jugendamt der Stadt sieht keinen Grund zur Besorgnis: "Wir haben Gespräche mit den Städten Köln und Wuppertal geführt. Dort gibt es bisher keine Probleme mit dem Träger. Wir werden aber bei einer Betriebszulassung vertraglich festlegen, dass alle kommunalen Gelder, die der Träger bekommt, auch tatsächlich in die Betreuung der Kinder fließen", so Andreas Hibbeln vom Dortmunder Jugendamt.

Zunächst muss das Landesjugendamt aber noch eine Betriebsgenehmigung für die neue Kita im Dortmunder Jungferntal prüfen. In Wuppertal gibt es bereits zwei dieser Kitas. Dort gab es bisher keine größeren Probleme.

Awo befürchtet Gewinn-Orientierung

Andere Träger wie die AWO befürchten aber, dass es nur um Gewinne geht. Denn hinter der neuen Einrichtung steht ein börsennotierter Bildungskonzern aus Skandinavien.

Die Geschäftsleitung hat am Donnerstag (08.03.2018) versichert, dass alle Zuschüsse der Stadt komplett für die Kinder eingesetzt werden. Das Geld gehe nicht an die Aktionäre des Mutterkonzerns.

Stand: 09.03.2018, 06:53