Kindernotdienst von Mülheim nach Oberhausen verlegt

Das Bild zeigt ein Stethoskop neben einem Kinderspielzeug.

Kindernotdienst von Mülheim nach Oberhausen verlegt

  • Kinderärztlicher Notdienst von Juli an in Oberhausen
  • Künftig 34 statt fünf Notdienst-Stunden pro Woche
  • Eltern sehen die neue Regelung kritisch

Mit dem kranken Kind einmal quer durch Mülheim in die Nachbarstadt - das steht Eltern in Mülheim bald bevor. Denn der kinderärztliche Notdienst soll von Mülheim nach Oberhausen verlegt werden. Das hat die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein den Kinderärzten mitgeteilt. Die neue Regelung könnte schon von Juli an in Kraft treten.

Die Eltern sind darüber sehr verärgert. Bisher hatten einzelne Kinderarztpraxen wechselweise zu bestimmten Zeiten Notdienste angeboten, jetzt soll das Angebot auf das Evangelische Krankenhaus in Oberhausen konzentriert werden.

Vorteile der Regelung

Die Kassenärztliche Vereinigung spricht von einer Verbesserung: Durch die neue Regelung würden künftig 34 statt wie bisher nur fünf Notdienst-Stunden pro Woche angeboten. Außerdem wären so mehr Kinderärzte im Einsatz. Mit dem neuen Angebot werden die politischen Vorgaben von Land und Bund umgesetzt.

Diese neuen Regelungen sehen vor, den stationären Notfalldienst und den ambulanten Bereitschaftsdienst stärker miteinander zu verbinden und so zentrale Anlaufstellen für Patientinnen und Patienten zu schaffen. Außerdem seien Notdienstpraxen generell an geeignete Krankenhäuser anzusiedeln. In Essen, Mönchengladbach und Köln wurden bereits ähnliche Lösungen umgesetzt.

Stand: 07.06.2019, 12:27