Keine Revision im Aldi-Rechtsstreit

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Keine Revision im Aldi-Rechtsstreit

Die Aldi Nord-Erben müssen eine weitere Niederlage einstecken. Das Bundesverwaltungsgericht lässt im Rechtsstreit keine Revision zu. Das hat eine Sprecherin heute bestätigt.

Das Bundesverwaltungsgericht hat bereits Anfang März entschieden, keine Revision gegen das Urteil in dem Rechtsstreit um das Aldi Nord-Erbe zuzulassen. Eine Gerichtssprecherin hat das am Donnerstag (04.04.2019) mitgeteilt.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte das Oberverwaltungsgericht in Schleswig-Holstein den Einfluss der Erben des 2012 verstorbenen Aldi-Gründersohnes Berthold Albrecht eingeschränkt.

Die Witwe Babette Albrecht und ihre fünf Kinder konnten sich somit nicht gegen den Schwager Theo Albrecht Junior und die mittlerweile verstorbene Schwiegermutter Cäcilie Albrecht durchsetzen.

Komplizierte Eigentümerstruktur

Das Unternehmen, mit Sitz in Essen, besteht aus drei Stiftungen: Der Markus-, der Lukas- und der Jakobus-Stiftung. Letztere steht unter der Kontrolle von Babette Albrecht. Die anderen beiden Stiftungen werden von Cäcilie und ihrem Sohn Theo Albrecht geleitet.

Ursprünglich konnten Investionen und andere wichtige Entscheidungen nur durch Einstimmigkeit aller drei Stiftungen freigegeben werden. Kurz vor seinem Tod hat Berthold Albrecht jedoch die Satzung der Jakobus-Stiftung geändert. Darin wurde der Einfluss seiner Erben auf die Discounterbelange beschränkt.

Dagegen war die Familie vorgegangen. Das Oberverwaltungsgericht hat die Satzungsänderung jedoch für rechtens erklärt. Nun ist klar: Das Gericht lässt keine Revision gegen dieses Urteil zu.

Das Vermögen der Familie wird auf 16 Milliarden Euro geschätzt.

Stand: 04.04.2019, 13:34