Kein "Schwarzfahren" mehr in Duisburg

Fahrausweisprüfer kontrolliert die Fahrkarte einer Kundin

Kein "Schwarzfahren" mehr in Duisburg

Von Andreas Palik

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) reagiert auf die aktuelle Debatte und verzichtet zukünftig auf den Begriff "Schwarzfahren". Das bestätigte ein Unternehmenssprecher.

Alternativ soll zukünftig in beispielsweise Pressemitteilungen oder im sprachlichen Gebrauch die Bezeichnung "Fahren ohne gültiges Ticket" bzw. "Fahrschein" verwendet werden. Der Begriff "Schwarzfahren" steht in der Kritik, da er mit Rassismus gegen Schwarze Menschen und People of Colour in Verbindung gebracht werden kann.

Damit soll ein Zeichen gesetzt werden: "Die DVG ist auf jede Fälle gegen jegliche Art von Diskriminierung und Rassismus", sagte ein Unternehmenssprecher dem WDR am Donnerstagvormittag. "Wir sind auch ein kommunales Unternehmen mit internationaler Mitarbeiterschaft. Wir beachten alle Fahrgäste als gleich."

Bei der Änderung gehe es aber nicht nur um eventuelle Diskriminierung. Fahrgästen, die zum Beispiel nur ihr Abo-Ticket zu Hause vergessen haben, soll mit dem Begriff keine Vorsätzlichkeit unterstellt werden.

Verkehrsunternehmen deutschlandweit gegen "Schwarzfahren"

In Deutschland haben bereits mehrere Verkehrsunternehmen vorgelegt und die Bezeichnung für das Fahren ohne gültigen Fahrausweis geändert. So wird unter anderem auch in den Städten Berlin, München und Hannover zukünftig auf die Bezeichnung "Schwarzfahren" verzichtet.

Stand: 15.07.2021, 11:21

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