Hagen bekommt doch keinen Baumwipfelpfad

Baumkronenweg Ziegelwies bei Füssen (Bayern)

Hagen bekommt doch keinen Baumwipfelpfad

  • Investor gibt nach fünf Jahren Planung auf
  • Genehmigungen für Parkplätze nicht bekommen
  • Baumwipfelpfad sollte touristische Attraktion werden

Im Stadtwald in Hagen wird es nun doch keinen Baumwipfelpfad geben. Der private Investor (Forest Adventures) aus dem Taunus sagte dem WDR am Dienstag (26.02.2019), dass er sich nach fünfjähriger Planung von dem Projekt zurückziehe. Der Grund: Der Regionalverband Ruhr würde die fünfhundert nötigen Parkplätze im Wald nicht genehmigen. Auch für die geplanten Baumhaus-Hotels gäbe es keine Genehmigung. Die Stadt wollte mit dem Baumwipfelpfad eine neue touristische Attraktion für Hagen schaffen.

Fast anderthalb Kilometer sollte sich der Baumwipfelpfad über die grünen Hagener Höhen schlängeln. Geplant war ein Holzweg, der auf hohen Stützpfeilern ruht. In 10 bis 20 Metern Höhe wären dort grandiose Ausblicke ins Sauerland und Richtung Ruhrgebiet möglich gewesen. Der Investor wollte die Touristen-Attraktion für drei bis fünf Millionen Euro bauen.

Umweltschützer wollten keinen Baumwipfelpfad

Der Rat der Stadt Hagen hatte auch mit breiter Mehrheit beschlossen, die Planungen aufzunehmen. Die Politiker versprachen sich davon, den Freizeitwert der Stadt zu erhöhen. Umweltschützer, Waldbauern und Imker waren gegen das Projekt. Sie hatten unter anderem kritisiert, dass das Waldgebiet keine 200.000 Besucher pro Jahr verkraften kann. So viele hätte der Investor erwartet.

In Waldbröl klappte es dagegen mit dem Baumwipfelpfad. Im September 2015 eröffnete der Naturerlebnispark Panarbora, nach zwei Jahren Bauzeit. Herzstück ist der längste Baumwipfelpfad Nordrhein-Westfalens mit einer 34 Meter hohen Aussichtsplattform.

Stand: 26.02.2019, 14:16