Jugendliche sammeln aus Protest Kassenbons fürs Umweltministerium

Jugendliche sammeln aus Protest Kassenbons fürs Umweltministerium

Eine Woche lang hat eine Fridays-for-Future-Gruppe aus Bottrop nicht benötigte Kassenbons gesammelt. Nun haben sie die Zettelsammlung an das Umweltministerium geschickt.

Für die einen ist es Pflicht, für die anderen unnötiger, klimaschädlicher Müll: Die neu eingeführte Bonpflicht stößt weiter auf Widerstand. So haben Jugendliche der Fridays-for-Future-Bewegung in Bottrop eine Woche lang Kassenbons in verschiedenen Geschäften eingesammelt. Am Samstag (25.01.2020) haben sie aus Protest rund 4.000 Einkaufsbelege zum Bundesumweltministerium geschickt.

Die Jugendlichen hoffen, dass die Bon-Aktion bei der Bundesregierung dazu beiträgt, das umstrittene Gesetz noch einmal zu überdenken. Das Finanzministerium hatte die Bon-Pflicht eingeführt, um Steuerbetrug einzudämmen. Sie wollen die Aktion jetzt noch ausweiten und hoffen auf weitere Unterstützer.

Bäcker gegen Bon-Pflicht

Zwei Bäcker kippen Kassenbons vor die Theke

Schon im Dezember hatten einige Bäcker in Ostwestfalen gegen die damals kurz bevorstehende Bonpflicht protestiert – auf ihre Weise. Sie sammelten zig Belege aus Papier und schütteten sie zur Demonstration in den Verkaufsraum. Auch Bäcker müssen seit Anfang 2020 für jeden Brötchenkauf einen Bon drucken, egal ob der Kunde dies wünscht oder nicht. Für viele Bäcker ist die Zettelpflicht überflüssige Bürokratie und bedeutet auch mehr Kosten.

Stand: 25.01.2020, 14:00