Karstadt-Kaufhof verbannt Plastiktüten

Karstadt-Kaufhof verbannt Plastiktüten

  • Zeichen für den Umweltschutz
  • Keine Plastiktüten mehr ab Mitte 2020
  • Lob von Deutscher Umwelthilfe

Der Warenhausriese Galeria Karstadt-Kaufhof setzt ein Zeichen für die Umwelt. Ab Mitte 2020 will er in seinen Geschäften auf Einwegplastiktüten verzichten. Bis dahin sollen die letzten Bestände kontinuierlich reduziert werden. Das kündigte der Konzern am Montag (02.09.2019) in Essen an.

Deutschlandweiter Trend

Damit schließt sich Karstadt-Kaufhof einer bundesweiten Entwicklung an. Mehrere Händler in Deutschland haben zuvor bereits den kompletten Verzicht auf Plastiktüten oder eine stärkere Reduzierung dieser angekündigt. So nimmt der Discounter Aldi ab jetzt Geld für Obst- und Gemüse-Plastiktüten, Rewe hat den Komplettverzicht zuletzt für einige Wochen getestet.

"Plastiktüten passen als Verpackung einfach nicht mehr in die Zeit", so der Chef von Galeria Karstadt-Kaufhof, Stephan Fanderl. Der Konzern wolle so einen konsequenten Beitrag zum Umweltschutz leisten. Das Aus für die Plastiktüte gelte für alle Waren- und Sporthäuser sowie die Lebensmittel- und Gastronomietöchter.

Verbrauch massiv gesunken

Seit 2016 kosten praktisch alle Plastiktüten im deutschen Handel Geld. Der Verbrauch ist deshalb stark gesunken - von 5,6 Milliarden im Jahr 2015 auf 2,0 Milliarden Stück im vergangenen Jahr, so die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung. Pro Einwohner seien das 24 Tüten im Jahr. Für das Umweltbundesamt sei das immer noch "unnötig viel".

Die Deutsche Umwelthilfe lobte die Entscheidung des Essener Konzerns: "Die Auslistung der Plastiktüte bei Handelskaufhäusern war längst überfällig, denn wenn Discounter ohne Plastiktüten auskommen können, dann können Kaufhäuser das doch auch", so Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe.

Warum Plastiktüten verbieten nur der Anfang sein kann Westpol 19.05.2019 UT DGS Verfügbar bis 19.05.2020 WDR

Stand: 02.09.2019, 16:18