Karstadt-Kaufhof: Mitarbeiter werden über Transfer-Gesellschaft informiert

Emblem des Warenhauses Kaufhof

Karstadt-Kaufhof: Mitarbeiter werden über Transfer-Gesellschaft informiert

Von Stephanie Grimme

  • Betriebsrat sieht Vorteile
  • 13 Prozent mehr als Arbeitslosengeld
  • Kampf für Erhalt der Filialen

Die Mitarbeiter der von der Schließung betroffenen Karstadt-Kaufhof-Häuser können in eine Transfer-Gesellschaft wechseln. Die Mitarbeiter der betroffenen Filialen in Essen werden darüber seit Dienstag (07.07.2020) informiert. Denn bis Ende nächster Woche müssen sie entscheiden, ob sie wechseln wollen.

Vorteile für Mitarbeiter

Der Betriebsrat der Kaufhof-Karstadt-Filiale am Essener Hauptbahnhof, Ulrich Bartel, sieht darin Vorteile für die Verkäufer und Verkäuferinnen. In der Transfergesellschaft bekommen die Beschäftigten 13 Prozent mehr Geld als wenn sie arbeitslos würden. Außerdem wären sie weiterhin in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis und würden nicht direkt arbeitslos. Der Vertrag für die Transfergesellschaft gilt vorerst für sechs Monate, wird aber eventuell noch um sechs Monate verlängert.

Hoffnung auf weniger Filialschließungen

In Essen sollen nach derzeitigem Stand zwei Karstadt-Kaufhof-Filialen und Karstadt Sports geschlossen werden. Die Mitarbeiter und die Stadt setzen sich aber für deren Erhalt ein. Zur Zeit werden Unterschriften von Kunden gesammelt. Am Mittwochabend (07.07.2020) waren schon 3.000 zusammengekommen.

An anderen Standorten hatte der Kampf um den Erhalt schon Erfolg. Unter anderem die Standorte in Leverkusen und eine von drei Filialen in Dortmund bleiben erhalten. Über die beiden anderen Standorte in Dortmund werde noch verhandelt, hat die Stadt mitgeteilt.

Stand: 08.07.2020, 10:14