Verzögerung bei Fusion von Karstadt und Kaufhof

Schriftzüge der Warenhäuser Kaufhof und Karstadt

Verzögerung bei Fusion von Karstadt und Kaufhof

  • Banken-Konsortium erhöht Druck
  • Brief an Kaufhof-Besitzer HBC
  • 1,34 Milliarden Euro-Kredit offenbar gefährdet

Bei der geplanten Fusion von Karstadt und Kaufhof gibt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine neue Verzögerung. Ein von der Landesbank Baden-Württemberg geführtes Bankenkonsortium setzt nach DPA-Informationen den kanadischen Kaufhof-Mutterkonzern HBC unter Druck. HBC hatte vor drei Jahren bei den Banken einen Kredit in Höhe von 1,34 Milliarden Euro aufgenommen. Im Kreditvertrag stehen aber Bedingungen.

Eine davon: Kaufhof muss ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern vorlegen (Ebit) - also Gewinn machen. Doch der Konzern macht Verluste. Der DPA liegt ein Brief vor, in dem Kaufhof aufgefordert wird, die vereinbarten Kreditvereinbarungen zu erfüllen. Andernfalls müsste Kaufhof die 1,34 Milliarden Euro jetzt zurückzahlen.

Frist gilt bis Ende September

Mit dem Geld hatte Kaufhof damals 41 Kaufhof-Immobilien finanziert, die auch in die geplante Fusion mit Karstadt eingebracht werden sollen. Daher fürchten Insider, dass die Verhandlungen sich weiter verzögern werden. HBC und Landesbank Baden-Württemberg wollten den Brief nicht kommentieren.

"Elefanten-Hochzeit" tut sich schwer

Die Warenhausketten Kaufhof und Karstadt stehen aufgrund des wachsenden Online-Handels sowie durch immer mehr Einkaufszentren in den Innenstädten unter Druck. Durch den Zusammenschluss der beiden Rivalen sollen Kosten gespart werden.

Stand: 27.08.2018, 14:57