Karstadt-Kaufhof bleibt in Dortmund und Leverkusen

Das Karstadt-Haupthaus am Westenhellweg.

Karstadt-Kaufhof bleibt in Dortmund und Leverkusen

  • Vermieter machen Zugeständnisse
  • Galeria Karstadt Kaufhof schließt sechs Filialen weniger
  • Rund 750 Mitarbeiter behalten ihren Job

Galeria Karstadt Kaufhof will nun doch sechs Warenhäuser weniger schließen als ursprünglich angekündigt. Das wurde am Freitag (03.07.2020) bekannt. Nach Zugeständnissen der Vermieter gebe es für die Karstadt-Häuser in Dortmund, Nürnberg Lorenzkirche, Goslar und Potsdam und die Kaufhof-Filialen in Chemnitz und Leverkusen jetzt wieder eine Zukunftsperspektive, teilte der Vorsitzende der Geschäftsführung Miguel Müllenbach in einem Mitarbeiterbrief mit.

Vermieter machen Zugeständnisse

Rund 750 Beschäftigte in den Warenhäusern behalten dadurch ihren Arbeitsplatz. In schwierigen Verhandlungen sei es gelungen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so anzupassen, dass die Filialen fortgeführt werden könnten, erklärte der Manager. Für die übrigen 56 Warenhäuser auf der Schließungsliste gebe es angesichts hoher Mieten und soziodemographischer Standortnachteile allerdings weiterhin "keine wirtschaftliche Fortführungsperspektive".

Ursprünglich sollten 62 Filialen schließen

Mitte Juni (19.06.2020) hatte Deutschlands letzter großer Warenhauskonzern angekündigt, 62 Filialen in Deutschland zu schließen. Außerdem sollten 20 Filialen von Karstadt Sports dicht machen. Nach WDR-Informationen wird darüber aber noch verhandelt.

Betriebsräte und Städte wehrten sich

In den betroffenen Kommunen lösten die Ankündigungen in vielen Fällen Sorge vor einer Verödung der Innenstädte aus. Der Vizepräsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe, sagte: "Die massenhaften Schließungen von Filialen bei Karstadt Kaufhof sind für die betroffenen Städte ein tiefer Einschnitt. Mit diesen Kaufhäusern geht ein Ort der Versorgung und Begegnung verloren."

Stand: 03.07.2020, 10:59