Illegale Gebetsstunde: Kaplan aus Bochum flüchtet vor Polizei

Eine Frau auf dem Petersberg hält ein Kreuz in der Hand

Illegale Gebetsstunde: Kaplan aus Bochum flüchtet vor Polizei

Nach einer verbotenen Gebetsstunde mit zu vielen Gläubigen im Emsland hat die Polizei den flüchtigen katholischen Geistlichen identifiziert. Es handle sich um einen Kaplan aus Bochum, teilte die Polizei am Freitag mit.

Am Dienstag hatten sich in einem Wohnzimmer eines Privathauses im Papenburger Stadtteil Aschendorf 15 Gläubige versammelt, um gemeinsam zu beten. Dabei sollen sie eng und ohne Mundschutz nebeneinander gesessen haben.

Polizei löst Gebetsstunde auf

Die Polizei löste die Gebetsstunde auf, dabei konnte der Kaplan fliehen. Angehörige einer Teilnehmerin halfen den Beamten später aber, den Geistlichen aus Bochum ausfindig zu machen.

Der bestritt allerdings vor den Beamten geflohen zu sein. Er gab an, "lediglich aus dem Gebetsraum gegangen zu sein, um in einem anderen Zimmer des Hauses auf die Polizisten zu warten". Die seien dann aber nicht zu ihm gekommen".

Teilnehmer erwartet ein Bußgeld

Die Polizei nimmt dagegen an, dass der Kaplan die unübersichtliche Situation beim Eintreffen der Beamten nutzte, um zu entkommen.

Die Teilnehmer der Gebetsstunde müssen laut Polizei nun mit Bußgeldern rechnen.

Das Ruhrbistum konnte auf WDR-Anfrage nicht sagen, ob der Mann als Kaplan in einer Bochumer Kirche beschäftigt ist oder ob er nur in Bochum wohnt.

Stand: 08.01.2021, 14:01